Chocolate Museum Vienna – neu im Prater

Im Prater hat ein neues Schokomuseum eröffnet, das Chocolate Museum Vienna. Endlich mal ein Museum, wo man kein Kind überreden muss! 😉 Weil fast alle Schokolade lieben und so ein Museum verspricht, dass man da auch kosten kann.

Fazit:
Das Museum ist wirklich groß und ja, man kann Kakaobohnen kosten aber keine Schokolade – die gibt’s nur im Shop. Dafür erfährt man viel Wissenswertes zur Kakao-Herstellung, ein bisschen Geschichte und einige Spiele. Eigentlich gibt es da total viel zu entdecken, aber mir ist noch nicht klar, wie durch die ganz unterschiedlich gestalteten Bereiche ein roter Faden – sozusagen die Spielgeschichte, jenseits von der naheliegenden – gezogen werden kann. Das Museum hat ja auch erst frisch aufgemacht und mir wurde versichert, dass derzeit noch ständig Sachen verändert und verbessert werden.

Was genau findet man im Chocolate Museum?

Zuerst gibt es ein bisschen Geschichte: wo Schokolade herkommt, was sie wert war und wer sie nach Österreich gebracht hat. Nett fand ich, z.B. wo gezeigt wird, wie viele Kakaobohnen etwas gekostet hat.

Dann folgt es ein Teil, wo man sieht, wo Kakao angebaut wird, welche verschiedenen Sorten es gibt, wie er geerntet wird, wie der Transport organisiert ist und welche Länder am meisten verbrauchen. Österreich liegt an 4-ter Stelle – nach der Schweiz, Irland und England. Dieser Bereich eignet sich sicher, um Gedanken zu Fair Trade aufzugreifen. Räumlich ist er so gestaltet, dass es dabei über eine Rampe nach unten in den Keller geht, wobei Palmen, Kakaobäume und Tiere den Weg säumen.

Im Keller angekommen, gibt es interaktive Spiele, die über ein Chip-Armband funktionieren und dort auch gespeichert werden. Die Ergebnisse bekommt man gemailt. Man kann schauen, welcher Schokoladetyp man ist, ob man die unterschiedlichen Kakaobohnen ihren Eigenschaften zuordnen kann oder sich filmtechnisch in den Dschungel versetzen lassen.

Den Abschluss bildet ein großer Raum mit lebensgroßen Schokostatuen die hunderte von Kilos wiegen – neben einem Elch ist da Rodins Denker oder der Weiße Hai zu finden. Ein interaktives Spiel, das aber an dem Tag nicht zugänglich war, ist im letzten Raum zu finden.

Zwischendurch sind immer wieder optische Täuschungen eingestreut: Bilder, die, wenn man sie fotografiert, dreidimensional wirken – z.B. die Pralinenschachtel.

Vom Shop durch eine Glaswand getrennt ist der Workshop-Bereich, wo man Pralinen und Schokolade machen kann. Im Shop kann man Schokolade der Firma Miscal GmbH kaufen, die das Museum betreut. Da auch andere internationale Firmen am Museum beteiligt sind kann man im Shop z.B. auch Schokolade aus Madagaskar erwerben.

Weiße Schokolade - Chocolate Museum ViennaChocolate Museum Vienna
2., Wiener Prater, Riesenradplatz 5

Das Museum ist barrierefrei. Die Toiletten sind im Untergeschoss (über eine Rampe zugänglich). Wickeltisch gibt es keinen.

BriG
Foto © Brigitte Vogt

 

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