miniXplore im Technischen Museum

Schon länger wollte ich mir das Technische Museum genauer anschauen. Früher war ich mit den Kindern von Freunden öfter dort, die meiste Zeit haben wir da meist bei den Fahrzeugen und im Spielbereich verbracht. Seit kurzem gibt es einen neuen spannenden Raum im Technischen Museum – das miniXplore. Das miniXplore ist für Familien mit Kindern zwischen 3 und 8 Jahren geeignet und führt über verschiedene interaktive Stationen spielerisch an MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) heran. Ich habe mich ein bisschen umgeschaut und möchte euch hier an meinen Eindrücken teilhaben lassen.

Der Raum

Es empfiehlt sich an der Kassa direkt einen Time-Slot für das miniXplore zu buchen, sonst kommt man an gut besuchten Tagen (Achtung Wochenenden!) nicht rein. Ich war an einem Montag Vormittag dort, da war es schön ruhig und ich konnte ohne Time-Slot rein. Vor dem Betreten müssen die Schuhe ausgezogen werden, dafür gibt es einen großen Vorraum mit vielen Abstellplätzen. Der miniXplore Raum ist wirklich einladend gestaltet, groß und lichtdurchflutet. Ich hatte sofort Lust alles Mögliche auszuprobieren und auch die anwesenden Kinder waren schon fleißig am Werken.

Klettern & Rutschen

Der Raum lädt gleich einmal zum Klettern ein. So kann man sich schnell einen guten Überblick verschaffen und überlegen was man zuerst ausprobieren möchte. Alles hier kann angefasst und ausprobiert werden. Es geht um eigenes Experimentieren. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Langsam steigt man immer höher, vorbei an einem Netz im Boden. Erst da habe ich die versteckte Welt unter dem Aufbau entdeckt. Um wieder runter zu kommen gibt es verschiedene Wege. Die Rutsche aus Metall schaut von oben schon sehr steil aus, dafür macht sie auch richtig viel Spaß! Es gibt aber auch ein Seil und verschiedene Knubbel, die beim Abstieg helfen.

Kugelbahn & Kabelsalat

Die Kugelbahn hat verschiedenste Teile und kann über mehrere Ebenen aufgebaut werden. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, gemeinsam zu werken, dabei wird auch gleich die Kommunikation und die Zusammenarbeit unter Gleichaltrigen oder mit den mitgebrachten Erwachsenen geübt. Überhaupt sind die Erwachsenen eingeladen alle Stationen mit ihren Kindern zu entdecken und zusammen auszuprobieren.

Beim Kabelsalat werden zusammen riesige Kabel bewegt. Am Boden und auch auf den angrenzenden Wänden gibt es verschiedene “Steckdosen”. Diese haben verschiedene Themen, wie Wetter, Natur, Einkaufen, Tiere, usw. Mit den Kabeln werden immer zwei Themen miteinander verbunden. Auf den Bildschirmen rund um den Kabelsalat werden dann Informationen angezeigt, die mit der Kombination der zwei Themen zu tun haben. Auch hier ist Teamarbeit gefragt, die Kabel sind nämlich gar nicht so leicht zu lösen oder zu bewegen.

Eine versteckte Welt

Mein Highlight war die versteckte Welt unter dem Kletterpodest. Hier gibt es eine Kuschelecke mit Pölstern zum Ausruhen. Verwinkelte Gänge führen immer tiefer in die gut beleuchtete Dunkelheit und es sind auch ausreichend Ausstiegsmöglichkeiten vorhanden. In einer versteckten Ecke gibt es ein Mini-Museum mit Schaukästen und Taschenlampen. Eine sehr nette Idee ist auch das kleinste Theater der Welt. In diesem Raum gibt es eine kleine Sitztribüne und eine Bühne. Die Bühne kann mit verschiedenen Vorhängen in Szene gesetzt werden. Auf einem Bildschirm kann man dann die Aufnahme starten und einen kurzen Stummfilm auf der Bühne aufnehmen. Das Ergebnis kann man sich dann ganz einfach an die eigene E-Mail-Adresse schicken.

Noch mehr im miniXplore

Es gib noch viel mehr zu entdecken im miniXplore und im Technischen Museum sowieso. Für Kinder am 2 Jahren gibt es auch weiterhin das Mini, auch hier werden jetzt Time-Slots vergeben, diese kann man aber direkt am Eingang zum Mini-Spielbereich anmelden. Wie die Sonderausstellung Foodprints bei usn angekommen ist, erfahrt ihr hier. Alle Beiträge im Blog zu Museen für Kinder findet ihr unter dem Menüpunkt Museum. Indoor-Spielplatz-Beschreibungen findet ihr hier.

LuDi, Fotos © Technisches Museum Wien
Titelbild © Technisches Museum Wien/Hanna Haböck

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