wienXtra-Bloggerei: Kleinkindspielplatz im Helmut Zilk Park

Neulich war ich mit einer Freundin und deren Tochter unterwegs. Sie wohnen am Hauptbahnhof und so haben wir im Helmut Zilk Park vorbeigeschaut. Es war Mittag und recht wenig los, lediglich auf dem Motorik-Spielplatz gegenüber waren mehrere Kinder.

Mir hat nicht nur die Weite dort, sondern auch der Kleinkinderbereich gut gefallen. Er ist ganz in der Nähe vom Cafehaus, klein aber fein, eingezäunt und mit Trinkbrunnen versehen. Toiletten kann man beim Cafehaus nutzen.

Ein Stück Weg ist es schon, wenn man von den Öffis kommt. Deswegen macht es Sinn, mit dem Kinderwagen unterwegs zu sein. Der Kleinkinder-Spielplatz ist ein schmaler Streifen. Tisch-Bank-Kombinationen stehen am Beginn, dann folgen Kletter- und Schaukelmöglichkeiten und am anderen Ende ist der Sand-Bereich, wo es auch Wasser zum hineinleiten gibt.

Besonders hat mir das Klettergerüst gefallen, das echt ganz schön hoch ist, fast schon futuristisch wirkt und mit einer langen Rutsche das Herz der Kleinen höher schlagen ließ.

Noch mehr Spielpätze findet ihr hier im Blog unter dem Schlagwort Spielplätze.
Was ist euer Lieblings-Spielplatz? Vielleicht habt ihr ja Lust, uns ein Kommentar zu hinterlassen, den wir als Tipp auf unsere Spielplatz-Liste geben können.

Ob Hohe Wand, Anninger oder Mostalm. Wenn ihr gerne in der Natur seit, dann schaut euch doch unsere Wanderbeiträge hier im Blog an.

BriG
Foto © Brigitte Vogt

 

 

Mehrsprachig erziehen – Eine Familie, mehrere Sprachen

In mehreren Sprachen zu Hause zu sein gehört heute bei vielen Familien und Kindern zum Alltag. Doch wie geht man in der Erziehung mit bi- oder multilingualen Kindern um? Wie kann ich mein Kind am besten beim Spracherwerb unterstützen? Wir sprachen mit Zwetelina Ortega, Expertin für Mehrsprachigkeit, und holten uns viele Tipps für Eltern.

1. Ab wie vielen Jahren unterscheiden Kinder verschiedene Sprachen?
Kindern ist ab ca. zwei Jahren bewusst, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen. Ab etwa drei Jahren können sie Sprachen bewusst zuordnen und trennen.

2. Wie sollen Familien mit mehreren Familiensprachen umgehen?
Die Methode „Eine Sprache-eine Person“ hat sich bewährt. Das heißt, dass jedes Elternteil eine andere Sprache mit dem Kind spricht. Dabei entsteht auch eine emotionale Bindung in derjenigen Sprache zu der Person mit der das Kind spricht. Von Vorteil ist es, wenn alle Beteiligten, die in gewisser Weise spracherzieherisch mit Ihrem Kind zu tun haben auch involviert werden (z.B. Großeltern, BabysitterIn, KindergärtnerIn etc.).

3. Können Kinder von mehreren Sprachen überfordert sein?
Ja, auch das kann passieren. Meist geht es dabei nicht um die Anzahl der Sprachen, sondern um einen unnatürlichen Umgang mit einer davon. Z.B. schämen sich die Eltern für Sprachen, die nicht so hoch gerankt werden, oder eine Sprache ist nicht Teil der natürlichen Umgebung des Kindes. Schwierig kann es auch werden, wenn die Kommunikationssprachen ständig wechseln.

4. Was sind Vor- und Nachteile von Mehrsprachigkeit?
Die größte Herausforderung ist bestimmt, wenn es darum geht dem Kind Lesen und Schreiben in mehreren Sprachen beizubringen. Bei Schuleintritt kann es zu einer leichten Verzögerung gegenüber einsprachigen Kindern kommen. Die gute Nachricht ist, dass die Kinder bis Ende der Volksschule alles aufholen können, wenn sie unterstütz werden. Dann überwiegen die Vorteile – ihnen stehen nun mehrere Sprachwelten offen. Studien zeigen, dass Bilinguale kognitiv schneller und effizienter sind, z.B. in der Lösung von allgemeinen Kommunikationsproblemen und dass sie leichter weitere Sprachen lernen.

5. Wie können Eltern ihre Kinder beim Spracherwerb unterstützen?
• Beobachten Sie sich selbst: Wie sprechen Sie, was sind Ihre Sprechgewohnheiten? Denn Kinder imitieren Sie als Eltern.
• Hören Sie zu: Wie, wann, mit wem spricht Ihr Kind? Und wie entwickeln sich seine Sprachen?
• Sprachliche Errungenschaften loben: Haben Sie ein Auge auf die sprachliche Entwicklung ihres Kindes und loben Sie es dafür!

Schlussendlich kann gesagt werden, das Sprachenlernen eine kontinuierliche Reise ist. Im Laufe des Lebens kann sich die Präsenz einer Sprache ändern: Erst- oder Zweisprachen sind unterschiedlich dominant, je nach Lebenssituation. In dem Sinne ist es am besten, locker und kreativ an die mehrsprachige Familiensituation heranzugehen. 

Wollt ihr mehr über Mehrsprachigkeit erfahren? Auf Linguamulti bloggt Mag.a Zwetelina Ortega über gelebte Mehrsprachigkeit in der Familie.

Interview geführt: Daniela Saceric
Foto © wienXtra/Bubu Dujmic

Regeln für die Snapchat-Nutzung

Für alle, die Ihre Kinder bei der Snapchat Nutzung unterstützen wollen – ein Gastbeitrag von Natalie Winkel, wienXtra-medienzentrum

1. Versende nur Snaps, die du auch deiner Oma zeigen würdest! Bedenke, dass Screenshots von deinen Snaps gemacht werden können. Zudem gibt es spezielle Apps, mithilfe derer deine Bilder gespeichert werden können. Nacktfotos haben in der virtuellen Welt nichts verloren!

2. Snappe nur mit Freunden! Bestimme selbst, wer dir Snaps schicken und deine Geschichten sehen kann. Nütze die Privatsphäre-Einstellungen. Tippe auf den Geist -> Zahnrad-Symbol recht oben -> Wer kann… -> Mir Snaps senden/Meine Story anschauen: Meine Freunde.

3. Deine Handynummer ist privat! Unsere Handynummer bekommen nur Leute, die wir kennen und denen wir vertrauen. Durch eine einfache Einstellung ist hilfreich, dass du nicht von Fremden kontaktiert wirst. Tippe in den Einstellungen auf deine Handynummer und stelle die Option „Andere erlauben, mich über meine Handynummer zu finden“ ab. Somit verhinderst du, dass dich fremde NutzerInnen über deine Handynummer finden. Deine FreundInnen finden dich weiterhin über deinen Nutzernamen oder deinen Snapcode.

4. Achtung Geofilter! Wenn du Geofilter verwendest, erlaubst du Snapchat, diese für öffentliche Snapchat-Storys zu verwenden, die dann – wenn sie von Snapchat für eine solche ausgewählt wird – können alle sie sehen. Schalte die Filter am besten unter Mehr Möglichkeiten -> Verwalten (Andorid) // Einstellen (iOS) aus.

5. Watch your language please! Verhalte dich auf Snapchat so, wie auch du gerne behandelt werden würdest. Peinliche Fotos anderer solltest du nicht verbreiten. Achtung, dieses ist seit Jänner 2016 auch strafbar! Sprich mit FreundInnen, deinen Eltern oder anderen Vertrauenspersonen, wenn du auf Snapchat geärgert wirst oder du unpassende Snaps findest. Kleiner Tipp: mach einen Screenshot als Beweis. Du kannst dich auch an ombudsmann.at oder auch die Polizei wenden.

6. Such dir aus, mit wem du in Kontakt sein willst! Du musst nicht mit jedem/r befreundet sein. Auf Snapchat kannst du Nutzer blockieren. Tippe lange auf den betreffenden Kontakt -> Zahnrad -> Kontakt blockieren. In den Snapchat-Einstellungen kannst du die Sperre gegebenenfalls wieder aufheben.

7. Zeige Respekt! Auf Snaps abgebildete Personen müssen immer gefragt werden, ob das Foto veröffentlicht werden darf bevor du es snappst!

 

Dieser Beitrag ist Teil der Serie medienmiX, ist ein Angebot für Eltern, die mehr über die Medien ihrer Kinder erfahren möchten. Der nächste Workshop findet am 14.11. in der wienXtra-spielebox zum Thema Konsolenspiel statt.

Wenn ihr wissen wollt, was Snapchat ist und wie es funktioniert, dann schaut hier rein. Noch mehr Beiträge zum Thema Mediennutzung findet ihr hier. Computer-Animation kennenlernen, Apps entwickeln oder etwas selber programmieren – wo Kinder das können erfahrt auf der kinderinfo-Liste Computerkurse. Wo ihr die Besten Apps für Kinder findet oder Spielempfehlungen für Computerspiele erfahrt ihr auf dieser kinderinfo-Liste.

Welche Fragen beschäftigen euch? Was wolltet ihr schon immer in Bezug auf Medien wissen? Gerne gehen wir euren Fragen nach.

Natalie Winkel, wienXtra-medienzentrum
Foto © Brigitte Vogt

wienXtra-Bloggerei: Spielplatz im Kurpark Oberlaa

Anlässlich der U1 Verlängerung zeigte ich meinem 7-jährigen Sohn Jonas das Spielplatz-Highlight meiner Kindheit im Kurpark Oberlaa. Bei der Eröffnung 1974 war das der modernste Spielplatz Wiens! Ich wusste von früher, dass ein Besuch im Kurpark ein Halbtagesausflug ist, also nahmen wir auch ausreichend Essen und Trinken für ein Picknick mit.

Der Spielplatz kann von der U-Bahn aus in ca. 20 Minuten erreicht werden, aber wir ließen uns Zeit und durchstöberten den Park. Zu zweit genossen wir die Ruhe und bewunderten die schöne Landschaft. Gleich zu Beginn führt der Weg an bunten Blumeninseln vorbei, die um einen kleinen Teich mit Springbrunnen angelegt sind. Nach dem ersten Anstieg sahen wir eine Gruppe Jugendliche, die sich die öffentlichen Liegestühle im Kreis gestellt hatten und auf der großen Liegewiese Musik hörten. Jonas entdeckte eine kleine bunte Oase die nur über einen schmalen Weg mit Stufen erreichbar war: kleine, bunte Mosaiksteine am Boden, um uns herum Sträucher und Blumen in allen Farben, kein Mensch weit und breit und das Mitten in Wien. Dort setzten und stärkten wir uns gründlich und lauschten dem Blätterrauschen im Wind.

 

Wie eine Ritterburg schaut heute der Eingang vom großen Spielplatz aus, rundherum ist ein Holzzaun an dem entlang viele Bänke stehen. Seit meiner Kindheit haben sich die Geräte stark verändert, alles ist neu, aus Holz und Naturmaterialien, kein Beton und wenig Metall. Gleich geblieben ist der Schwerpunkt Klettern mit extra langen Rutschen. Meine Knie haben noch Narben vom Betonboden, heute sind die Kletterbereiche mit Rindenmulch ausgelegt. Bäume bieten viel Schatten. Jonas liebt klettern, er lief gleich zum hohen Baumhaus, das nur per Seil über mehrere Kletteretagen zu erreichen ist. Der Spielplatz bietet tolle Klettermöglichkeiten, für Jüngere sowie für ältere Kinder. Ein neues Gestell aus Metall, bunt angemalt, das wie ein Ninja-Vogel aussieht, hat ihm besonders gefallen.

Weiters gibt es einen großen Seilzug, den man über einen Piratenausguck erreichen kann. Insgesamt verfügt der Spielplatz über 5 Schaukeln (eine mit Babysitz), 1 Netzschaukel, 4 Rutschen (2 sehr lange) und viele verschiedene Kletterangebote. Gleich neben dem Spielplatz bietet eine tolle Infrastruktur eine große Auswahl zum Bewegen: Kletterwände, Skaterpark (auch für Roller), Tischtennis-Tische (Schläger und Bälle müsst ihr selber mitbringen), eine sehr hohe Pendelschaukel, Beach-Volleyballplatz, ein hügeliges Gelände mit Wiesen zum Toben, WC und Wasser. Außerdem gibt es verschiedene offene Spielbereiche für kleinere Kinder, wie auch einen eingezäunten Kleinkindspielplatz mit Sand, Wasserpumpe, einer breiten Rutsche aus einem kleinen Holzhaus heraus, mit Netz zum Klettern und ein eigenes Gschroppenhaus.

Für Verpflegung vor Ort sorgt die Kurparkdiele neben dem Spielplatz, aber es gibt auch das italienische Restaurant Don Alfredo mit großem Garten und das Café Oberlaa gleich bei der U-Bahn.

Nach ausreichendem Klettern, Toben und Auspowern machten wir beim Zurückgehen eine Pause beim Streichelzoo. Dort gibt es Ziegen und Lamas, aber die Tiere dürfen nicht gefüttert werden. Wer noch mehr Zeit hat und den Kurpark genauer entdecken will, kann neben einer unglaublichen Pflanzenfülle und einem Reichtum an exotischen Sträuchern und Bäumen sehr viele große und kleine Wasserflächen bestaunen und den Enten beim Schwimmen zuschauen. Der Kurpark ist durch die U-Bahn leicht erreichbar, bietet viel Platz und eine tolle Infrastruktur für Kinder zum Austoben, befestigte Wege für Kinderwägen, wie auch kleine Wege zum Erforschen der Natur. Botanik-Interessierten können wir noch den japanischen Garten und den Allergiegarten empfehlen.

Welche Spielplätze besucht ihr? Welche interessieren euch? Noch mehr Spielplätze findet ihr hier im Blog unter dem Schlagwort Spielplätze.

Kurpark Oberlaa
10., zwischen Kurbadstraße, Laaer-Berg-Straße und Filmteichstraße

Öffnungszeiten
• November bis Jänner: 6 Uhr bis 18 Uhr
• Februar: 6 Uhr bis 19 Uhr
• März und Oktober: 6 Uhr bis 20 Uhr
• April und September: 6 Uhr bis 21 Uhr
• Mai bis August: 6 Uhr bis 22 Uhr
Hunde sind im Kurpark Oberlaa an der Leine zu führen.

Sonja Brauner, wienXtra-Fachbereichsleitung Kind, Jugend, Bildung
Fotos © Sonja Brauner

Tag der seelischen Gesundheit

Heute ist der internationale Tag der seelischen Gesundheit. Wichtig, weil Psychische Störungen so häufig sind. Ich hatte auch schon damit zu tun, nicht nur beruflich…

Nach einer Studie der WHO leidet weltweit jedeR vierte ArztbesucherIn daran. Fast jedeR Dritte leidet einmal in seinem Leben an einer behandlungs-bedürftigen psychischen Erkrankung. Man kann also davon ausgehen, dass viele Kinder einmal mit einem erkrankten Eltern- oder Großelternteil konfrontiert sind. Eine schwierige Situation. Für alle Beteiligten schwierig.

Mittlerweile gibt es einige Kinderbücher, die den Kindern helfen, zu verstehen, was da abläuft. Dass es eine Erkrankung ist, die vorübergeht, manchmal wiederkommt. Viele PatientInnen erholen sich ja wieder und irgendwann ist es dann so, als ob nichts gewesen wäre. Fast.

„Mein Vater war eine starke und stützende Person für mich. Ich würde nicht sagen, dass ich ihm nicht mehr vertraue oder dass er für mich keine Stütze mehr ist. Aber die Angst werde ich nicht los. Nicht die Angst, er fängt mich plötzlich nicht mehr auf und ich falle mit dem Kopf in die Wiese oder auf einen Stein, nein, es ist nicht die Angst, dass ich dann eine große Kopfwunde habe. Die Angst ist, dass ich mich umdrehe und ihn nicht mehr sehe, die Angst ist, dass ihm etwas zustößt, dass er wieder verstummt und nicht mehr lacht. Dann, wenn ich ihn ansehe, bin ich mir nicht mehr sicher, ob er mich oder ich ihn beschützen sollte.“ (Zoe, 11 Jahre)

Wie gut, dass es Unterstützung gibt, z.B. HPE = Hilfe für Angehörige Psychisch Erkrankter, an die man sich wenden kann und die Unterstützung anbieten – mittlerweile auch für Kinder ab 12 Jahren.

Kinderbücher auch für jüngere Kinder und  Informations-Material zum Thema Seelische Gesundheit haben wir in der kinderinfo für euch vorereitet. Kommt vorbei und schaut euch um.

Außerdem: Sehr gut finde ich auch, dass es Menschen gibt, die offen darüber reden, wie es ihnen mit ihrer Erkrankung geht und wie sich das auf´s Familienleben auswirkt. Das schafft Verständnis und hilft. Z.B. Herr Bock, der über seine Depression und auch das Leben mit Kindern bloggt. Berührend und ehrlich.

Wie ihr euch zwischendurch entspannen könnt, erfahrt ihr hier und hier. Eine Anregung zu Achtsamkeit und MBSR bzw. was ihr langfristig für eure Psychohygiene tun könnt gibt’s hier.

BriG
Foto © Brigitte Vogt

 

Achtsamkeit – ein einfaches Mittel zur Stress-Reduktion

Sicher seid ihr in den letzten Jahren auch ab und zu über das Thema „Achtsamkeit“ gestolpert, ist ja in aller Munde und es gibt wirklich feine Workshops dazu. Kein Wunder, in einer schnelllebigen leistungsorientierten Zeit, braucht es Ausgleich. Dazu ist Achtsamkeit einfach ein wunderbarer Ansatz. Ich habe mit MBSR begonnen, als ich in der Beratung depressiver Frauen über ein Buch von John Korbath Zinn zur Prävention gestolpert bin. Mind-Based Stress Reduction zielt darauf, im Alltag achtsamer zu leben.

Ich war so begeistert von der Geschichte, dass ich einen 8-wöchigen MBSR-Kurs gemacht habe. Dabei geht es einerseits ganz praktisch um achtsames Essen, gehen, stehen, sitzen, schauen, hören und natürlich den Bodyscan, wo man die Wahrnehmung auf den Körper richtet – dabei bin ich oft eingeschlafen. Aber auch um einfache Yogaübungen, die achtsam und langsam durchgeführt werden und Meditation gehören dazu.

Die Achtsamkeit, finde ich, ist gar nicht so schwer im Alltag unterzubringen:

  • ein bewusster Blick auf den Himmel oder das spielende Kind
  • ein Biss vom Essen, der genossen wird
  • hören, als würde man die Töne noch nicht kennen, die an unser Ohr dringen
  • ein paar Yoga oder Thai Chi Übungen
  • das Innehalten, wenn man an der Ampel steht und ganz kurz wahrnimmt, wie es einem heut geht.

Meditation, ruhig sitzen, still sitzen, wer mich kennt, weiß, dass mir das nicht gerade leicht fällt. Auch nach all den Jahren noch immer nicht. Aber ich genieße es, ab und zu in dieser herrlichen Mediationshaltung zu sitzen, ruhig, still, einfach mit mir zu sein, zu spüren, was heute und hier und jetzt ist, wie es mir geht und was hinter all den Alltagsgeschichten noch abläuft. Es einfach wahrzunehmen, ohne es zu bewerten, es sein zu lassen, ohne Veränderungswunsch, wenn auch nur für ein paar Momente – das ist echt wohltuend. Ja, und ein paar geführte Meditationen mag ich einfach gern, weil sie wie ein Kurzurlaub sind, z.B. die Bergmeditation oder die Seemeditation. Viele davon sind eh in Internet zu finden, z.B. auf you Tube.

Sich Zeit für sich zu nehmen, gerade mit Kindern, ist echt nicht einfach. Aber es lohnt sich, weil man dann die schönen Momente auch bewusster genießen kann. Wer Begleitung mag, jetzt im Herbst starten wieder viele MBSR-Kurse, Literatur dazu findet ihr hier.

Wie könnt ihr euch am besten entspannen? Was hilft euch, wenn es mal wieder so richtig stressig ist?

Manchmal tut in der Natur sein, Wandern gut, manchmal sollte es ein bisschen mehr sein. Wenn ihr euch für Akupressur oder  Entspannungshilfen interessiert, dann schaut hier rein.

BriG
Foto © Brigitte Vogt

Snapchat – Regenbogenkotze und Hundeohren

Was ist Snapchat eigentlich?
Ein Gastbeitrag von Natalie Winkel, wienXtra-medienzentrum

Snapchat ist ein App, mit dem man über das Handy Fotos, Videos und Textnachrichten an FreundInnen versenden kann. Neben Bildbearbeitung, wie  z.B. Filter, Masken, Sticker, kann man mit Snapchat auch ein Freundesnetzwerk aufbauen.

Nichts Neues? Gibt es schon? Nicht ganz. Die an Follower versendeten Textnachrichten und Snaps – so werden die Foto- oder Videobotschaften genannt – verschwinden nach einmaligem ansehen. Flutsch – weg ist mein peinlich-lustiges Bananenhut-Selfie!

Auch Stories können verschickt werden. Das sind kleine Geschichten, wie ein bildliches Tagebuch, das ich mit meinen FreundInnen teilen kann. Es handelt sich dabei um die Aneinanderreihung mehrerer Snaps (Foto- oder Videobotschaften), die – einer Bildschirmpräsentation ähnelnd – hintereinander abgespielt werden. Und weil Snapchat sonst nicht Snapchat wäre, gilt: Die Nachricht verschwindet nach einem Tag wieder von der Bildfläche und es ist, als wär sie nie da gewesen. Aber Achtung: Natürlich können Snaps mit verschiedenen Techniken gespeichert werden, z.B. als Screenshot. Und seit geraumer Zeit können sich Snapchat-User_innen ihre Bilder in den sogenannten Memoires speichern. Aus mit der Flüchtigkeit! 

 

Wer nützt Snapchat?
Snapchat ist total beliebt! In einer großen Umfrage wurde Snapchat von 14/ 15-Jährigen als wichtigste App genannt (JIM-Studie 2016, S. 29 ff) und dabei wird nicht nur gelesen. Auch die aktive Snapchat-Nutzung ist nach WhatsApp an zweiter Stelle (Vgl. JIM-Studie 2016, S. 33).

 

Snappen, aber sicher!
Wenn Ihr Kind Snapchat nutzt oder nutzen will – machen Sie es zum Thema. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie ihr Kind damit umgehen will und wozu es Snapchat braucht? Stellen Sie sich die Frage: Welche Bedürfnisse werden durch die Nutzung gestillt? Lassen Sie sich die Lieblings-Snaps ihres Kinders zeigen und genießt gemeinsame Medienmomente. Probiert z.B.: Die Lustigen Masken von Snapchat können auch im Offlinemodus verwendet werden. Einfach Snapchat bei Internetverbindung starten, die Masken des Tages laden lassen und dann aus dem Internet aussteigen. Nun können Sie gemeinsam Fotos mit Hundeohren machen – versenden geht dann selbstverständlich nicht, aber für Ihr digitales Fotoalbum können Sie sich ja einen Screenshot davon machen 😉

 

Tipps für den sicheren Umgang mit Snapchat von Saferinternet findest du hier.

Und falls Sie bereits auf Snapchat sind: Kennen Sie schon die Snapchat-Kanäle von saferinternet.at und handysektor.de?

 

 

 

Dieser Beitrag ist Teil der Serie medienmiX, ein Angebot für Eltern, die mehr über die Medien ihrer Kinder erfahren möchten. Im Rahmen von Vorträgen und Workshops bietet sich die Möglichkeit, das Wissen zu erweitern, sowie verschiedene Medien selbst auszuprobieren. Der nächste Workshop findet am 14.11. in der wienXtra-spielebox zum Thema Konsolenspiel statt.

Welche Fragen beschäftigen euch? Was wolltet ihr schon immer in Bezug auf Medien wissen? Gerne gehen wir euren Fragen nach.

 

Ist you tube als Babysitter geeignet? Noch mehr Beiträge zum Thema Mediennutzung findet ihr hier. Computer-Animation kennenlernen, Apps entwickeln oder etwas selber Programmieren – wo Kinder das können, erfahrt ihr auf der kinderinfo-Liste Computerkurse. Wo ihr die besten Apps für Kinder findet oder Spielempfehlungen für Computerspiele erfahrt ihr auf dieser kinderinfo-Liste.

Natalie Winkel, wienXtra-medienzentrum
Foto © snapchat_Natalie Winkel und Husam Abdel-Qader

 

indoor jojo – Indoor-Spielplatz

Seit letzten November gibt es einen neuen Indoor-Spielplatz im 8. Bezirk. Gestern war ich dort und habe ihn mir angeschaut. Eine feine Spielplatz-Alternative für kalte Tage.

Er liegt echt edel, im Souterrain der Residenz Josefstadt. Ich habe keinen Lift wahrgenommen und es sind schon einige Stufen zu bewältigen. Im Keller angekommen, ist im Vorraum ein Garderobenständer sowie eine Sitzgarnitur, wo man etwas essen und trinken kann oder die Begleitpersonen warten können. Kinder über 3 Jahren dürfen nämlich auch alleine in den Raum hinein, allerdings bleibt die Aufsichtspflicht bei den Begleitpersonen.

Durchsichtige Türen, auf denen die Benutzungsregeln angeschlagen sind, führen in einen wirklich schönen großen Raum mit Tageslicht. Es gibt eine kleine Kletterwand, 2 Sprossenwände, Langbänke, Pölster, eine Strandmuschel, Matten, Bälle und Schaumstoff-Würfel. Alles noch neu und gepflegt und wirklich nett. Außerdem waren 2 ParkbetreuerInnen anwesend, die mit den Kindern gespielt haben.

Als ich dort war, saßen im Vorraum 3 Mütter mit ihren Kindern und im Raum spielten die 2 Mütter mit ihren kleinen Kindern während die Größeren mit den ParkbetreuerInnen Würfel aufeinander türmten und dahinter ein Versteck einrichteten. Es herrschte ein feine Atmosphäre und eine Mutter erzählte mir, dass ihr Sohn im Volksschulalter ganz begeistert hierher kommt, da sie mit der kleinen Schwester beschäftigt ist und nicht so gut mit ihm am Spielplatz spielen kann.

Fazit: Eine nette Sache wenn man in der Gegend wohnt oder unterwegs ist.

Habt ihr schon von Dragonello, der Pusteblume oder Fun4Kids gehört? Diese und noch mehr Indoor-Spielplätze findet ihr hier im Blog.

 

indoor jojo   
8., Residenz Josefstadt, Souterrain Kupkagasse 7

BriG
Foto © Brigitte Vogt

Wie finde ich den passenden Schuh?

Es wird kälter und nasser – das heißt die Herbst- und Winterschuhe müssen her. Aber wie kann man am einfachsten den passenden Schuh für Kinder finden? Nachdem Kinderfüße sich im Wachstum befinden, ist das Schuhwerk extrem wichtig. Die falschen bzw. nicht passenden Schuhe – weil zu groß, zu klein, zu schmal etc.  – können Kinderfüße und den gesamten Haltungsapparat nachhaltig schädigen.

Wie die passende Größe finden?

Die Anprobe der Schuhe gibt über vieles Auskunft, aber in den seltensten Fällen über die Passgenauigkeit bei Kinderfüßen. Auf die Frage, ob der Schuh passt oder nicht, können kleine Kinder noch keine richtige Antwort geben. Wir Eltern erhalten dann nur die Info, ob der Schuh gefällt oder nicht. Meiner älteren Tochter passen interessanterweise alle rosaroten Glitzerschuhe – egal welche Größe 😉

Natürlich gibt es den guten alten Fingertest, aber bei den festen Winterschuhen funktioniert er einfach nicht.

Einige Fachgeschäfte bieten unterschiedliche Messmöglichkeiten – von kleinen Plastikmessfüßen bis zum blinkenden Hightech-Computer-Messgerät – für Kinderfüße an. Wichtig ist neben der Länge auch immer die Breite der Füße zu berücksichtigen. Nicht alle Messgeräte ermitteln das automatisch. Abgesehen davon mögen das nicht alle Kinder. Nicht nur einmal habe ich Tränen bei Kindern und entnervte Elterngesichter bei der Ermittlung beobachtet.

Zu breit – zu schmal?

Wenn die Kinder dabei sind und der Schuh es zulässt, einfach die Einlagensohle rausnehmen und die Kinder draufsteigen lassen. So sieht man zumindest, ob Länge und Breite passen.

Rugedigu – der passende Schuh!

Nachdem ich shoppen mit Kindern vermeide, wo es nur geht, behelfe ich mir mit diesem Trick.

Bevor ich Schuhe kaufen gehe, bitte ich meine Kinder mit beiden Füßen auf einen Farbkarton oder Karton zu steigen, male mit einem Stift rundherum, schreibe Name und Datum rein und schneide die Schablone aus.

Mit den Schablonen, immer von beiden Füßen, kann ich im Geschäft seelenruhig das passende Schuhwerk aussuchen. Wichtig dabei ist natürlich, dass es ein Umtausch- und/oder Rückgaberecht bzw. Möglichkeit gibt. Falls die Schuhe trotz akribischen Aussuchens nicht richtig gefallen oder passen.

Für den passenden Schuh gilt es nämlich nicht nur Form, Länge, Breite und Funktion zu erfüllen. Der passende Schuh muss natürlich auch der/dem TrägerIn gefallen.

Viel Spaß!

 

reg

Titelfoto © Bubu Dujmic, Beitragsfoto © Claudia Regan

 

 

Tag der Wiener Schulen

Die richtige Schule für die Kinder finden, ist keine leichte Aufgabe. In Wien gibt’s jedoch sehr praktische und sinnvolle Hilfsmittel.

Für eine gute Vorauswahl

Der Wiener Schulführer mit vielen Infos zu den einzelnen Schulen, Schultypen und wichtigsten Anlaufstellen. Wer mag kann online suchen oder die Broschüre kostenlos bei uns und beim Stadtschulrat abholen.

Hinter die Kulissen schauen

Einblicke direkt ins Klassenzimmer erhaltet ihr am 4.10.2017 beim Tag der Wiener Schulen. Dieser Tag versteht sich als Einladung an alle Eltern und Interessierten, während der Unterrichtszeit eine oder mehrere der insgesamt 670 Wiener Schulen zu besuchen und einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Tage der offenen Tür

Nachdem Kinder viel Zeit in der Schule verbringen, sind nicht nur die pädagogischen Konzepte, Zielsetzungen und Schwerpunkte interessant, sondern auch das Klima zwischen Lehrerin und SchülerIn, die Schule als Lernort und die räumlichen Möglichkeiten. Dazu erfahrt ihr mehr am „Tag der offenen Tür“ den die Schulen individuell abhalten.

Wer’s am 4.10.2017 nicht schafft, findet Infos über die  „Tage der offenen Tür“ an den unterschiedlichen Schulen ebenfalls im Wiener Schulführer. Und wenn ihr überlegt, wohin es dann mit 14 gehen soll, dann besucht eine Infoveranstaltung jetzt im Herbst oder schaut im Frühling zur BeSt.

Viel Spaß beim Tag der Wiener Schulen! Welche Tipps habt ihr für die Auswahl der passenden Schule?

Noch mehr Infos zum Thema: Schule

 

reg
Fotos © Bubu Dujmic