Filmanalyse light – Spürnasen & Detektive aufgepasst!

Einen Film anzuschauen, kann lustig, spannend, traurig oder schön sein und entführt uns in andere Welten. Wer genau hinschaut, sieht aber nicht nur die Geschichte im Film, sondern kann viele Details erkennen. Denn alles, was im Film zu hören und zu sehen ist, haben sich die Regisseur_innen des Filmes genau überlegt: alle Requisiten müssen nämlich dazu passen, um ein stimmiges Bild zu erzeugen. Filmanalyse light bedeutet ein kleines bisschen genauer hinzusehen und über den Film, den man natürlich gemeinsam ansieht, zu reden.

© Miguel Dietrich

Vor dem Film-Schauen – einstimmen

Schon vor dem Anschauen eines Filmes werdet ihr vermutlich über das Filmgenre, also die Art des Filmes sprechen. Das Thema des Filmes werdet ihr sicher klären, wenn ihr euch einen Film aussucht. Eine Komödie hat lustige Stellen, ein Drama beschreibt meistens ein Problem, in einem Abenteuerfilm geht es ordentlich zur Sache und in einem Western gibt es oft Pferde, Indianer und Cowboys. Aber da gibt es noch mehr Unterscheidungen:

  • Ist der Film ein Spielfilm mit Schauspieler_innen, die Figuren verkörpern oder ist es eine Dokumentation, die sich mit der Wirklichkeit beschäftigt?
  • Sind die Personen echte Menschen oder sind es animierte Figuren oder Tiere?
  • Gibt es ein wichtiges Thema, das der Film behandelt?
  • Gibt es Vorbilder für die Geschichte (z.B. ein Buch) oder ist sie ganz neu?

Filmanalyse nach dem Film-Schauen

Lachen, Weinen oder sich die Augen zuhalten. Viel wird beim Schauen sofort ausgedrückt und miteinander geteilt. Direkt nach dem gesehenen Film hat man trotzdem oft noch das Bedürfnis, darüber zu reden. Dadurch könnt ihr gemeinsam den Film reflektieren:

  • Wie hat dir der Film gefallen?
  • Was war lustig?
  • Fandest du etwas ungewöhnlich, neu oder überraschend?

Möchtet ihr noch mehr im Detail über den Film sprechen, könnt ihr den Film anhand von vier Leitfragen noch einmal durchleben:

WER und WAS?

  • Wer sind die wichtigsten Figuren?
  • Was sind die Probleme der Figuren?
  • Was passiert im Film?

IN WELCHEM ZUSAMMENHANG?

  • Wie stehen die Figuren zueinander?
  • Gibt es Wendepunkte oder Höhepunkte in der Geschichte?
  • War das Ende vorhersehbar?
  • Fandest du das Ende passend oder hättest du es lieber anders ausgehen lassen?

WOZU?

  • Was will uns der Film sagen?

WIE?

  • Wie ist der Film gestaltet?
  • Gibt es Farben, die sich durch den Film ziehen?
  • Gibt es besondere Töne oder Geräusche?
  • Gibt es verschiedene Zeiten im Film, zum Beispiel Rückblenden in die Vergangenheit?

Ich und der Film

© Bubu Dujmici
  • Filmanalyse kann aber auch ganz anders, kreativer sein:
  • Beschreibt den Film mit einem Wort!
  • Oder überlegt, wie das Ende wäre, wenn sich eine Figur anders verhält?

Hat euch der Film nicht gefallen, könnt ihr die Filmgeschichte umschreiben:
Erfindet doch einen neuen Titel zu der Geschichte oder denkt euch eine zusätzliche Rolle aus, die es spannender macht!

Mit ein paar dieser Fragen im Hinterkopf wird das nächste Film-Schauen bestimmt zu einem neuen Erlebnis.

Viel Spaß beim „Analysieren“ und wiederholten „Durchleben des Films“!

Wie ist es denn bei euch zu Hause, schaut ihr gerne gemeinsam Filme an? Welche Filme schaut ihr gern gemeinsam? Welche lieber alleine? Redet ihr darüber?

 

Gastbeitrag: wienXtra-cinemagic Mitarbeiterin Annelies Cuba
Beitragsbild: © Miguel Dietrich

 

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