Alte Spiele neu entdeckt

Wer kennt sie nicht, die alten Spiele wie Kreisel, Jojo und Co? Diese teils schon seit Jahrhunderten existierenden Spiele haben an Attraktivität nicht verloren – sie sind klein genug um in die Hosentasche zu passen, man kann sie überall hin mitnehmen, sie alleine spielen oder auch in der Gruppe. Geschicklichkeit und Konzentration werden geschult und es gibt eine unerschöpfliche Weiterentwicklung mit Tricks und Spielregeln, welche diese Spiele nie langweilig werden lassen.
Die Spiele eignen sich sowohl für draußen als auch für drinnen, Hauptsache es gibt ausreichend Platz – es kommt ganz darauf an, wie fortgeschritten sie gespielt werden.

Wer kennt es nicht, das JoJo?

Das Spielprinzip des JoJos ist schon reichlich alt, nichts desto trotz ist es ein sehr feines Spiel. Ein JoJo besteht aus zwei gleichgroßen Scheiben, die in der Mitte durch einen Steg verbunden sind. Um diesen Steg ist ein Faden gebunden und aufgewickelt. So können sich die Scheiben auf elegante Art und Weise rauf und runter bewegen.

Der JoJo-Effekt

JoJo spielen hat eine entspannende Wirkung und kann somit auch zum Stressabbau genutzt werden. Darüber hinaus kann man mit dem JoJo auch zahlreiche Tricks ausprobieren. Es gibt zwei Typen von JoJos – solche mit einem festgebunden Band und welche, bei denen die Schnur nur mit einer Schlaufe verbunden ist. Mit der zweiten Version lassen sich – ähnlich wie auch beim Diabolo – viele Tricks machen. Hier findet ihr einige Tricks erklärt, aber auch auf Youtube findet ihr viele Beispiele.

(c) Brigitte Vogt

Dein eigenes JoJo

JoJos kann man auch ganz einfach selber machen. Dazu braucht man lediglich zwei gleich große Scheiben, eine Verbindungsbrücke zwischen diesen sowie eine Schnur. Hier findet ihr zwei Anleitungen, wie ihr ein Mini-JoJo aus Knöpfen machen könnt und eine Version mit CDs. Für alle, die im MuseumsQuartier vorbei kommen: schaut in die wienXtra-kinderinfo und holt euch ein Jojo.

Der gute alte Kreisel

Der Kreisel alleine kennt schon die unterschiedlichsten Formen und Spielarten und war und ist weltweit ein beliebtes Spielzeug gewesen. Das Prinzip ist dabei sehr einfach: der Kreisel muss gedreht werden und sein Gleichgewicht halten. Darüber hinaus kann man aber ganz unterschiedlich mit dem Kreisel spielen.

Kreisel drehen

Je nach Kreiselart ist dieser unterschiedlich zu drehen. Um ganz kleine Kreisel anzutauchen reicht es ihn zwischen zwei Fingern zu zwirbeln, bei größeren braucht es dann auch schon mal beide Hände oder sogar eine Schnur zum antreiben. Bestimmt kennt ihr auch die Brummkreisel, die vor allem auch für kleinere Kinder leichter zu bedienen sind. Bei diesen Kreiseln pumpt man sozusagen die Bewegung an, in dem man in die Vorrichtung mittig oben drückt, solange, bis sich der Kreisel bewegt. Dabei macht dieser dann Geräusche und es gibt sogar Versionen, in denen Kreisel einfache Kinderlieder brummen können.

(c) Brigitte Vogt

Kreisel Spielvarianten

Der sogenannte Wurfkreisel ist in früheren Jahrhunderten ein beliebtes Straßenspiel gewesen, heutzutage findet man ihn aber kaum mehr im öffentlichen Raum. Dabei wird der Kreisel mit einer Schnur umwickelt und durch einen Wurf in Drehung versetzt.

Man kann unterschiedliche Spielregeln festlegen:
Wie lange dreht sich der Kreisel, wie weit kann er sich bewegen und so weiter. Eine Variante ist es auch, den einen Kreisel mit einem anderen aus der Rotation zu bringen. Aber prinzipiell gilt: Der Fantasie freien Lauf lassen und einfach eigene Spielregeln erfinden!

Kreisel selbst gemacht

Einfache Kreisel kann man zuhause herstellen mit etwas Karton und einem Bleistift zum Beispiel. Lest hier eine mögliche Anleitung.

Kendama, das unbekannte Spiel

Das japanische Geschicklichkeitsspiel Kendama kann sowohl alleine gespielt werden als auch mit mehreren. Es ist für Anfänger_innen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet, da es ganz unterschiedliche Schwierigkeitslevels gibt.

Das Spielprinzip

Hier ist eine ruhige Hand gefragt. Das Kendama besteht aus dem Ken – dem Auffangschwert und einer mit einem Faden befestigten Kugel aus Holz. An den Seiten hat das Schwert drei unterschiedlich große Auffangflächen sowie an der Spitze die kleinste, mit der die Kugel aufgespießt werden kann. Im Grunde geht es darum, die Kugel mit den Flächen zu fangen, das ist je nach Größe der Fläche schwieriger oder leichter. Passt auf die Hände auf – die Holzkugel kann ganz schön weh tun, wenn man von ihr getroffen wird. Wenn man die Schnur verkürzt, indem man sie ein paar mal um den Griff herumwickelt, wird es für den Beginn leichter. Für die Profis gibt es als Steigerung auch noch die Möglichkeit das Spiel umzudrehen und das Schwert mit der Kugel zu fangen.

Spielmöglichkeiten

Mit dem Kendama können dutzende von Tricks gemacht werden – alleine oder als Wettkampf mit anderen. Hier findet ihr eine Liste mit Youtube-Links zu unterschiedlichen Trickvarianten.
Das Spiel kann also alleine geübt werden oder man legt gemeinsame Regeln fest, die den Spielverlauf bestimmen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten. Man kann beispielsweise ausmachen welcher Trick mit wie vielen Versuchen geschafft werden soll und dafür Punkte vergeben, so kann man den Schwierigkeitsgrad ganz individuell festlegen.

Noch mehr Spiele für Drinnen und Draußen, für Alltag, Regenwetter oder Geburtstag – all dies findet ihr hier im kinderinfo-Blog unter: https://blog.kinderinfowien.at/spiele

Fallen euch noch weitere Spiele ein, die neu entdeckt gehören?

JuR
Fotos (c) Brigitte Vogt

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