Mit Kindern ins Museum

Museen sind ein spannender Ort auch schon für Kleinkinder. Einige Museen bieten Vermittlungsprogramme ab Kleinkindalter an und fast alle Museen für Kinder ab 6. Für einen gemeinsamen Besuch ist das eine feine Sache. Aus meiner Erfahrung sind diese Programme aber nicht nur für Kinder interessant. Bis jetzt habe ich als erwachsene Begleitperson auch immer etwas Neues, Interessantes und Spannendes dabei gelernt. Sollte mal kein passendes Programm stattfinden, macht es auch Spaß mit Kindern Museen einfach zu erkunden.

Kunst könnt ihr aber auch auf eigene Faust mit Kindern entdecken!

Je nachdem wie alt die Kinder sind, gilt es für einen entspannten Besuch einige Dinge zu berücksichtigen. Mit Tragebabys oder Kleinkindern, die noch im Wagerl sitzen bleiben, ist es am einfachsten. Da können die Erwachsenen noch meistens die Auswahl des Museum selbst treffen und gemütlich durch die Räume schlendern.

Wenn Kinder aber schon selber laufen wollen, schaut die Sache etwas anders aus. In diesem Fall bieten sich Museen an, in denen es etwas zum Anfassen und Ausprobieren gibt. Die Klassiker in Wien sind das Technische Museum, das Naturhistorische Museen, das Haus der Musik, und die Remise. Aber auch im Königreich für die Eisenbahn und im Römer Museum gibt es spezielle Bereiche für Kinder. So lange die Corona Pandemie unser Leben beeinträchtigt, solltet ihr euch vor dem Besuch im jeweiligen Museum erkundigen, ob die Hand-on-Stationen geöffnet sein dürfen.

Manche Museen haben auch Angebote für Entdeckungstouren wie das mumok (KinderkunstTransporter ab 4), das Weltmuseum (Ausmalbilder und App), das Kunsthistorische Museum (Audioguide für Kinder) oder auch das Haus der Geschichte (Rätselrallyeheft an der Kassa). Je nachdem wie alt die Kinder sind, kann das den Besuch viel interessanter gestalten.

Damit der nächste Besuch im Museum für alle Familienmitglieder entspannt ist, hier ein paar Tipps:

Wohin soll’s gehen? Vielfalt an Möglichkeiten

Bezieht die Interessen eurer Kinder bei der Auswahl des Museums ein. Was interessiert sie gerade? Wo können sie gut anknüpfen? Was hat vielleicht etwas mit ihrem Alltag zu tun?

Zeit ist relativ!

Stellt euch darauf ein, nicht im Vorhinein zu planen, wie lange ihr bleiben werdet. Manchmal sind 30 Minuten ausreichend, manchmal dauert es auch länger.

Kunst liegt im Auge des_der Betrachter_in!

Ziehen uns Erwachsene die Kunstwerke in den Bann, kann in Kinderaugen z. B. die große Stiege der Hit der Ausstellung sein. Lasst euch von euren Kindern durchs Museum führen! Das ist immer spannend und überraschend.

Spielend Kunst im Museum entdecken!

Spielerisch geht vieles leichter und die Zeit vergeht auch viel schneller. Wenn eure Kinder gerne zeichnen, nehmt Block und Stifte mit und lasst sie Bilder abmalen oder ihre Interpretationen von einem Bild zeichnen.

  • Ich seh, ich seh, was du nicht siehst! Dieser Klassiker ist einfach praktisch im Museum. Entweder ihr spielt es in einem Raum und bezieht alle Objekte ein. Ihr könnt es aber auch nur mit ausgesuchten Bildern spielen.
  • Wer findet die meisten? Vor der Ausstellung einigt ihr euch darauf, was ihr zählen werdet. Es können Tiere, Früchte, Häuser, Kinder, Schiffe sein …. lasst eurer Fantasie freien lauf. Gut ist natürlich, wenn ihr ungefähr eine Ahnung davon habt, was so auf den Bildern zu finden sein wird.
  • Zeig mir dein Lieblingsbild/Objekt! Zuerst durch die Ausstellung schlendern und dann stellt jedes Familienmitglied sein/ihr Lieblingsobjekt vor. Erzählt, warum ihr gerade dieses ausgesucht habt.
  • Welches Bild/Objekt gefällt dir gar nicht? Das gleiche nur umgedreht.
  • Erzähl mir deine Geschichte! Jede_r sieht etwas anderes und hat oftmals andere Ideen zu einer Szene auf einem Bild oder eine Fotografie. Wenn eure Kinder gerne Geschichten erfinden oder auch hören schafft das einen kreativen Zugang.
  • Wenn es erlaubt ist, könnt ihr die Kinder auch Fotos von den Ausstellungsstücken machen lassen. Das schafft manchmal etwas Luft damit man als Erwachsene auch etwas Zeit zum Genießen hat. Nach der Ausstellung könnt ihr euch gemeinsam noch einmal die Fotos anschauen und über das gesehen reden.

Wichtig finde ich auch, dass man die Regeln, die in den meisten Museen gelten, mit den Kindern im Vorfeld bespricht.

Ein Museumsbesuch muss nicht teuer sein

In allen Bundesmuseen haben Kinder und Jugendliche bis 19 freien Eintritt. Es gibt aber auch Museen, die für Erwachsene gratis sind – manche nur an bestimmten Tagen, andere das ganze Jahr über. Wenn ihr auf der Suche nach passenden Programmen mit euren Kindern seid, schaut in den aktuellen Kinderaktiv-Veranstaltungskalender. Jedes Monat gibt es kindgerechte museumspädagogische Programme zu ermäßigten Preisen. Eine weitere Möglichkeit bietet die Bundesmuseen-Card. Noch bis 31.08.2021 könnt ihr 5 Museen einmalig für € 19,- besuchen. Das ist eine feine Gelegenheit, da man mit Kindern ja nie genau weiß, wie lange ein Besuch dauern wird.

So steht einem abwechslungsreichen Museumsbesuch nichts mehr im Wege!

Beiträge über verschiedene Museen findet ihr unter dem Stichwort Museen. Welche Museen besucht ihr am liebsten mit euren Kinder?

reg
Fotos (c) Bubu Dujmic

2 comments on “Mit Kindern ins Museum

  1. Ich besorge im Museums-Shop gerne ein paar Postkarten (zusammen mit den Kindern, oder auch als Überraschung) und wir machen uns dann im Museum auf die Suche nach den passenden Bildern. Falls Geschichten zu den Bildern entstehen, können diese auch gleich auf der Rückseite aufgeschrieben werden 🙂

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