What’s up mit WhatsApp?

Ein Gastbeitrag von Michaela Anderle vom wienXtra-medienzentrum für interessierte, vielleicht auch verunsicherte Eltern.

WhatsApp ist aus dem Alltag vieler Erwachsener, aber vor allem von Teenagern nicht mehr wegzudenken. Es stellt sich gar nicht mehr die Frage, nutze ich diese Nachrichten-App überhaupt? Sondern, wie? Datenschutzrechtlich sorgt dieser Dienst immer wieder für Schlagzeilen, daher teile ich hier ein paar Gedanken zum Umgang mit WhatsApp mit euch.

WhatsApp ist eine Messenger-App (seit 2014 in Besitz von facebook), d. h. sie wird am Smartphone installiert und nutzt die Internetverbindung zur Datenübertragung. So ist es möglich, dass WhatsApp-UserInnen Text, Bild, Video- oder Audiodateien schnell und einfach austauschen. WhatsApp nutzt die Kontaktdaten aus eurem Adressbuch und zeigt euch an, wer diesen Dienst aus der Kontaktliste ebenfalls nutzt. Die eigene Telefonnummer wird mit der App verbunden. Wenn ihr also eure Telefonnummer wechselt, unbedingt auch die Nummer in der App ändern, denn Rufnummern werden von den Netzbetreibern auch wieder weitergegeben. So verhindert ihr, dass die/der neue BesitzerIn eurer alten Nummer, die mit dieser Nummer verknüpften Daten und damit eure alten Nachrichten sehen kann.

“Guten Morgen :-* Wünsche euch einen guten Start in die Woche!”
Was praktisch an WhatsApp ist, man kann Gruppen erstellen – zum Beispiel eine Gruppe mit den Familienmitgliedern – so wie in meiner Familie. Neben Telefonaten ist es für mich eine willkommene Abwechslung mit meinen Eltern und meiner Schwester im Austausch zu bleiben – und selbst, wenn wir uns nur schnell mal “Guten Morgen” wünschen. Und damit ich die Familien-Nachrichten nicht versäume, hat diese Gruppe einen eigenen Benachrichtigungston. Benachrichtigungen kann man bei WhatsApp übrigens auch ganz schnell stumm schalten, wenn die Nachrichtenflut mal zu viel wird…

“Die Sache hat zwei Häkchen”
So wie bei vielen Anwendungen kann euer Online-Gegenüber sehen, ob ihr die Nachricht schon empfangen (2 graue Häkchen) und gelesen habt (2 blaue Häkchen) und wann ihr zuletzt online wart. Das birgt auch die Gefahr der “Überwachung” und das Gefühl, immer und überall reagieren zu müssen – meine Nachricht ist schon gelesen, warum kommt keine Antwort? Lasst euch davon nicht stressen… In den Datenschutz-Einstellungen könnt ihr auch euren “zuletzt online”-Status verbergen.

“Apropos Datenschutz”
WhatsApp ist nicht zuverlässig Ende-zu-Ende verschlüsselt, daher empfiehlt es sich, via WhatsApp keine sensiblen Daten (Kontoinfos, Kreditkarten etc.) zu schicken.
Allen besorgten Eltern möchte ich zum Abschluss dieses 3 Minuten Video der pädagogischen Leiterin von saferinternet.at: WhatsApp-Wahnsinn ans Herz legen.

Text: Michaela Anderle wienxtra-medienzentrum

Foto © Michaela Anderle

 

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