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Kulturangebote schon für Babys?

Ein Gastbeitrag von Sabine Krones, Leiterin der wienXtra-kindrinfo

Natürlich stehen die Bedürfnisse der Kinder für engagierte, empathische Eltern immer im Vordergrund. In den letzten Jahren sprießen Kulturangebote für Babys mit Begleitpersonen. Angebote gibt’s dabei aus den Bereichen Theater, Museum, Spiel, Naturerlebnis, Kino… für sehr junge Kinder. Daher werden wir immer wieder gefragt: Wie sinnvoll und bereichernd sind diese Kulturangebote? Klar, zu viel oder zu wenig Anregung ist nicht förderlich, hemmt möglicherweise die Entwicklung. Wo aber ist die Grenze?

Was kann empfohlen werden?

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Auf den ersten Blick scheint eine Theaterproduktion für Kinder ab 9 Monaten überzogen. Aber sind es nicht visuelle, akustische, emotionale Reize, die stimulieren, die Empfindungen auslösen, die fördern können?

Kleinkinder sind zu bezaubern, in Staunen zu versetzen. Sie verlangen nach Geselligkeit, nach Anregung und Stimulans. Zu starke akustische Reize, dunkle Räume, viele Menschen können Kinder erschrecken, stressen oder auch Reizschwellen senken. Aber genauso können Töne, Lichteffekte und lebendige Bilder faszinieren, Handlungsspielräume aufzeigen und neue Erfahrungen ermöglichen.

Schon Babys sind Individuen und eigenständige Rezipient_innen.

Je jünger sie sind, desto abhängiger sind sie von momentanen Bedürfnissen und Befindlichkeiten. Entdecken Sie wie ihr Kind staunt, lacht, sich unterhält bei Angeboten, die sie langweilen oder gar abstoßen. Nehmen Sie sich Zeit genau hinzusehen, haben Sie Lust am Experimentieren und probieren Sie Neues aus! Die Entscheidung darüber, ob das jeweilige Angebot für das jeweilige Kind passt kann Ihnen niemand abnehmen.

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Eine eindeutige Empfehlung kann nicht abgegeben werden. Die einzigen Empfehlungen, die wir Ihnen geben können, ist

  • sich Zeit zu nehmen, auf die Reaktionen des Kindes zu achten um adäquat zu reagieren
  • und die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben von denen des Kindes zu trennen.

So kann am Besten erkannt werden, ob Kinder durch Angebote gefördert oder überfordert werden. Ausschlaggebend sollte nicht die Medienresonanz oder das Werbeangebot eines Angebots sein, sondern die Bedürfnisse, Vorlieben und Interessen des Kindes.

Ob Wichtelparkour, Babytag oder Basteln – Angebote für Kleinkinder findet ihr hier im Blog.

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