Tag der seelischen Gesundheit

Heute ist der internationale Tag der seelischen Gesundheit. Wichtig, weil Psychische Störungen so häufig sind. Ich hatte auch schon damit zu tun, nicht nur beruflich…

Nach einer Studie der WHO leidet weltweit jedeR vierte ArztbesucherIn daran. Fast jedeR Dritte leidet einmal in seinem Leben an einer behandlungs-bedürftigen psychischen Erkrankung. Man kann also davon ausgehen, dass viele Kinder einmal mit einem erkrankten Eltern- oder Großelternteil konfrontiert sind. Eine schwierige Situation. Für alle Beteiligten schwierig.

Mittlerweile gibt es einige Kinderbücher, die den Kindern helfen, zu verstehen, was da abläuft. Dass es eine Erkrankung ist, die vorübergeht, manchmal wiederkommt. Viele PatientInnen erholen sich ja wieder und irgendwann ist es dann so, als ob nichts gewesen wäre. Fast.

“Mein Vater war eine starke und stützende Person für mich. Ich würde nicht sagen, dass ich ihm nicht mehr vertraue oder dass er für mich keine Stütze mehr ist. Aber die Angst werde ich nicht los. Nicht die Angst, er fängt mich plötzlich nicht mehr auf und ich falle mit dem Kopf in die Wiese oder auf einen Stein, nein, es ist nicht die Angst, dass ich dann eine große Kopfwunde habe. Die Angst ist, dass ich mich umdrehe und ihn nicht mehr sehe, die Angst ist, dass ihm etwas zustößt, dass er wieder verstummt und nicht mehr lacht. Dann, wenn ich ihn ansehe, bin ich mir nicht mehr sicher, ob er mich oder ich ihn beschützen sollte.” (Zoe, 11 Jahre)

Wie gut, dass es Unterstützung gibt, z.B. HPE = Hilfe für Angehörige Psychisch Erkrankter, an die man sich wenden kann und die Unterstützung anbieten – mittlerweile auch für Kinder ab 12 Jahren.

Kinderbücher auch für jüngere Kinder und  Informations-Material zum Thema Seelische Gesundheit haben wir in der kinderinfo für euch vorereitet. Kommt vorbei und schaut euch um.

Außerdem: Sehr gut finde ich auch, dass es Menschen gibt, die offen darüber reden, wie es ihnen mit ihrer Erkrankung geht und wie sich das auf´s Familienleben auswirkt. Das schafft Verständnis und hilft. Z.B. Herr Bock, der über seine Depression und auch das Leben mit Kindern bloggt. Berührend und ehrlich.

Wie ihr euch zwischendurch entspannen könnt, erfahrt ihr hier und hier. Eine Anregung zu Achtsamkeit und MBSR bzw. was ihr langfristig für eure Psychohygiene tun könnt gibt’s hier.

BriG
Foto © Brigitte Vogt

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.