Bücher zum Aussortieren und Entrümpeln

Wir haben ja schon ein paarmal übers Ausmisten und Aussortieren geschrieben. Kürzlich hat sich unter meinen Freundinnen eine Diskussion zum Entrümpeln ergeben. Nach welcher Methode soll man ausmisten? Da haben wir einiges zusammengetragen, was vielleicht auch für andere hilfreich sein kann. Wir waren auf jeden Fall nachher alle so motiviert, dass jede etwas in Angriff nahm.

Aussortieren mit Kindern ist nicht immer leicht. Aber meine Erfahrung ist, wenn ihr ihre Bedürfnisse ernst nehmt, sie das behalten können, was sie gerne mögen, dann tun sie sich mit jeder Ausmistaktion leichter. Einerseits, weil sie so sich selbst und die eigenen Bedürfnisse immer besser kennen lernen. Andererseits, weil auch loslassen Übungssache ist. Und es ist auch wichtig, dass die Kinder weggeben dürfen, was ihnen nicht gefällt – auch wenn es das teure Geburtstagsgeschenk der Tante war.

Hilfreiche Bücher zum Thema Aufräumen, Aussortieren und Entrümpeln

Die folgenden Bücher sind keine Kinderbücher. Aber wenn ihr das ein oder andere davon lest, werden eure Kinder sicher auch was davon mitbekommen. Denn es ist fast unmöglich, ein Buch übers Entrümpeln zu lesen ohne dem Aufforderungscharakter nicht nachzukommen. Hier also unsere Buchtipps:

(c) Heyne Verlag

Das kleine Buch vom Aufräumen. Einfach Ordnung und Klarheit ins Leben bringen. Beth Penn. Heyne Verlag

Dieses kleine Büchlein lässt sich schnell lesen und bietet einen wirklich guten Überblick. Viele wichtige Fragen werden angeschnitten und die Reduzierung auf´s Wesentliche bietet einen wirklich guten Einstieg.

  • Was heißt aufräumen eigentlich?
  • Wie wäre es, nur noch von Dingen umgeben zu sein, die man wirklich liebt?
  • Warum haben wir so viel Zeug?
  • Wenn Krempel schlecht für uns ist, warum behalten wir ihn dann?
  • Wo anfangen?
  • Wie bleibt es ordentlich?

Was ich an diesem Buch mag, ist dass es handlich und klein ist und trotzdem auch das Entrümpeln des Terminkalenders drinnen Platz findet sowie Belohnen, Fast Fashion oder die Sharing Economy.

(c) Knaur Verlag

Feng Shui. Du bist, wie Du wohnst. Durch Entrümpeln zu innerer Klarheit. Nadja Nollau. Knaur Verlag

Auch wenn ihr wenig mit Feng Shui anfangen könnt, bietet dieses Buch viel. Besonders hilfreich ist es zum Einstieg, wenn ihr euch erst einmal klar werden wollt, welcher Wohnungs- oder Ordnungstyp ihr seid. Da wird z. B. zwischen Ordnungsliebendem, ambivalentem, unabhängigem und engagiertem Ordnungstypen unterschieden. Fein finde ich, dass nicht ein Typ als Ideal hingestellt wird, sondern bei allen auch die Vorteile betont werden. Herauszufinden, was für ein Typ man ist, und sich damit anzufreunden, macht schon einiges leichter, da man dann auch das Ziel klarer vor Augen hat.

Nach welcher Methode wird Entrümpelt?

Das Aussortieren wird hier als Wochenend-Aktion mit zwei mal zwölf Stunden empfohlen und alles samt Dachboden und Garage soll entrümpelt werden. Ich finde die Zeitangaben sehr ambitioniert und kaum umsetzbar. Man kann sich natürlich auch die Zeit auf mehrere Tage aufteilen. Gearbeitet wird mit vier Schachteln:

  • In Kiste eins kommt alles, was behalten werden soll.
  • Kiste zwei ist für jene Dinge, bei denen man unschlüssig ist, wo es kein klares „Behalten!“ gibt, aber auch die Trennung noch nicht möglich erscheint.
  • In die dritte Kiste kommen jene Dinge, die man weggeben, verschenken, verkaufen, spenden möchte.
  • Und Kiste vier ist die Müllkiste für all jene Dinge, die kaputt oder aus anderen Gründen nicht mehr brauchbar sind.

Jede einzelne Kiste wird im Buch nicht nur beschrieben. Es werden einem auch viele Checklisten und Fragen an die Hand gegeben, mit der ihr euch Klarheit erarbeiten könnt. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit  Feng Shui und erklärt anhand von Bagua wie ihr eure Wohnung verbessern könnt.

Ein hilfreiches Arbeitsbuch, das euch vieles durchdenken und bedenken hilft.

(c) Dumont Verlag

Das Kleiderschrank-Projekt. Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum. Anuschka Rees. Dumont Verlag

Wie der Titel schon andeutet, geht es hier “nur” um den Kleiderschrank. Das Ausmisten steht nicht im Vordergrund, da das Buch sich damit beschäftigt, wie man den eigenen Stil findet. Doch meist führt der Weg von einem überfüllten Schrank zu einem Schrank in dem weniger drinnen ist, dafür aber Dinge, die man echt mag und in denen man sich so richtig wohl fühlt.

Wie der eigene Stil gefunden und Kleidung reduziert wird

Für alle, die mit modebewussten Teenagern zusammenleben, die dabei sind, ihren Stil zu entwickeln, ihn aber noch nicht gefunden haben, bietet das Buch echt viel. Auch dieses Buch kann als Arbeitsbuch bezeichnet werden, da es darum geht, systematisch zum eigenen Stil zu finden. Da gibt es Checklisten, die abgearbeitet werden können und viele Tipps, auch zum Aussortieren oder Anpassen. Den Tipp, Sommer- und Winterkleidung nicht gleichzeitig im Schrank zu haben, haben wir jahrelang befolgt. Da liegt das Aussortieren am Beginn der Saison auf der Hand: dadurch verschafft man sich nicht nur einen Überblick, sondern sieht auch gleich, was nicht mehr passt oder was sinnvollerweise ergänzt werden sollte. Dass in einem Buch, wo die Mode im Vordergrund steht, auch auf Fast Fashion eingegangen wird und viele Tipps zum Reparieren, Aufpeppen oder minimalen Ergänzen vorkommen, finde ich sympathisch und hilfreich.

All diese Bücher könnt ihr euch in den Büchereien Wien ausborgen. Hier im Online-Katalog seht ihr gleich wo.

Welche Erfahrungen habt ihr? Gibt es noch ein Buch, das ihr empfehlen möchtet?

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt, Dumont Verlag, Heyne Verlag, Knaur Verlag

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