Ein Chamäleon ist ein tolles Haustier

Streichelzoo – ein Chamäleon als Haustier

Wir haben schon unterschiedliche tierische Mitbewohner gehabt. Am längsten halten sich unsere Katzen und unser Chamäleon Monsieur Hugo Julie . Über die Vorzüge der Katzen habe ich schon berichtet, aber auch das Chamäleon hat bei mir gepunktet.

  1. Es ist einfach wunderschön!
  2. Es ist ein ungewöhnliches Haustier, aber recht einfach zu handhaben. Zumindest wenn es die erste Zeit übersteht und man lebende Tiere verfüttern kann.
  3. Es ist ein cooles Haustier, das Fauchen kann wie ein Ungeheuer und die Farbe wechselt, wenn ihm was nicht gefällt. Ein Tier, fast wie aus der Urzeit – wer hat schon seinen eigenen Miniaturdrachen!
  4. Man kann ihm förmlich beim Wachsen zuschauen und es häutet sich fast ständig.
  5. Seine Augen sind unabhängig voneinander und können in ganz unterschiedliche Richtungen schauen.
  6. Es braucht nicht viel – ein Terrarium mit Rindenmulch oder Erde, ein bis zwei Pflanzen, eine Solarlampe mit Zeitschaltuhr, ein Sprühgefäß für Regenwaldfeeling und ein Trinkgefäß. Kot und abgestorbene Blätter sollte man regelmäßig entfernen, aber den Untergrund auswechseln muss man nicht allzu oft.

Unser Chamäleon war winzig, als wir es bekamen.Wir haben uns das Chamäleon vor ca. 4 Jahren gekauft, wobei “wir” in dem Fall der Vater meiner Töchter ist. Er zog in eine eigene Wohnung und das Chamäleon sollte dort das Haustier sein. Als wir es bekamen, war es so klein wie ein Fingernagelein entzückender Miniaturdrache! Aber gar nicht einfach zu handhaben, denn diese kleinen Wesen brauchen ausreichend Kalzium, konstante Wärme, genau geregelte Lichtverhältnisse, Essen und Trinken zur rechten Zeit und kleine Regenschauer.

Wie gut unser Monsieur Hugo Julie versorgt wurde, zeigte sich in deutlichem Wachstum. Mit dem Wachstum ging ein erhöhter Appetit einher. Am Anfang verfütterten wir noch kleine Fruchtfliegen, die flugunfähig gezüchtet waren und mit Kalkpulver besprüht serviert wurden. Dann kamen Maden, dicke kleine und größere Würmer – vermutlich super Eiweißspender, da das Chamäleon kräftig wuchs. Die zu verfüttern war mir schon nicht mehr ganz geheuer. Zusätzlich bekam er erst kleine, mittlerweile richtig große Heuschrecken. Die kann ich nicht mehr verfüttern. Ich lasse sie einfach im Terrarium frei, wo sie die Pflanzen anknabbern, bis sie von Monsieur Hugo Julie verspeist werden.

Ein Chamäleon als Haustier.Im Sommer ist es für ein paar Monate zu uns gezogen. Da hab ich mich so richtig an ihn gewöhnt. Das ist spannend, wie schnell man sich an jemanden gewöhnt, den man füttert 🙂 Ein unaufdringliches Haustier, das man zwischendurch beobachten kann, an dessen Appetit und Schönheit man sich erfreuen kann und dessen Farbenspiel man deuten lernt. Aber sicher nichts zum Kuscheln oder Streicheln, denn das mag unser Monsieur Hugo Julie gar nicht.

Was habt ihr für Erfahrungen mit Haustieren gemacht? Habt ihr Lieblings-Haustiere? Wünschen sich eure Kinder Haustiere?

BriG
Foto © Brigitte Vogt

 

Was tun bei Hundeangst?, mehrsprachig Erziehen oder Tipps für die gesunde Jause – mehr über den Alltag mit Kinders findet ihr unter: Familienalltag

 

 

 

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