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DiY – Wachstücher selbstgemacht

Ob Pausensandwich, halbe Zitrone oder Essensreste – irgendwie hab ich früher gedacht, ohne Frischhaltefolie kann ich nicht leben, so oft hatte ich sie in der Hand. Bis ich mich mehr damit auseinandersetzte, was mit meinem Müll passiert. Das hat ein paar Sachen bei uns zu Hause verändert, Schritt für Schritt. Die Frischhaltefolie zu ersetzen war dabei relativ einfach, weil es dafür guten Ersatz gibt, sogenannte Wachstücher. Das sind Stofftücher, die mit Bienenwachs eingelassen sind. Dadurch lassen sie sich gut verformen und dichten ab. Es kann schon sein, dass ein bisschen vom Wachs an den eingewickelten Lebensmitteln kleben bleibt, aber da es Bienenwachs ist, riecht das angenehm. Der einzige Nachteil, die Tücher sind echt teuer und ich hab keine in Topfgröße gefunden. Also haben wir uns auf die Suche nach Bastelanleitungen gemacht und gleich ausprobiert. Das geht viel einfacher, als ich dachte.

Das benötigt ihr für Wachstücher:

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(c) Brigitte Vogt
  • Stofftücher in der gewünschten Größe – wir haben Baumwolle genommen
  • Bienenwachs – vielleicht habt ihr ja auch Reste von einer Kerze
  • einen Topf
  • Pinzette
  • Zeitungspapier

So macht ihr Wachstücher:

  • Zuerst gebt ihr die Hälfte des Wachses in den Topf und stellt ihn in den Ofen. Wir haben es bei 100 Grad geschmolzen.
  • Faltet dann die Tücher, sodass sie in den Topf passen. Wir haben immer nur ein Tuch hineingelegt.
  • Wenn das Wachs geschmolzen ist, legt ihr ein Tuch hinein und bedeckt es mit Wachs. Stellt den Topf wieder in den Ofen und lasst es so lang drinnen, bis das Wachs geschmolzen ist und das Tuch sich mit Wachs vollgesogen hat. Im Zweifelsfall wartet lieber ein bisschen länger, damit das Wachs richtig gut in den Stoff hineinziehen kann.
  • Richtet euch ein Plätzchen her, wo ihr das Wachstuch trocknen lassen könnt. Gebt Zeitungspapier für das überschüssige abtropfende Wachs hin. Wir haben es einfach kurz an ein Küchenkasterl geklebt.
  • Wenn das Tuch vollgesogen ist, nehmt es mit einer Pinzette aus dem Topf und lasst es trocknen. Das geht sehr schnell.

Noch ein Tipp:

Manchmal sind die Ränder nicht so schön, weil sich dort viel Wachs sammelt. Ihr könnt das Wachstuch einfach auf ein frisches legen und es noch ein bisschen in den Ofen geben. Oder ihr schneidet die Ränder einfach ab.

Wie ihr am Titelbild seht sind keine Unterschiede zwischen den blauen selbstgemachten und den anderen beiden, die ich gekauft habe. Auch in der Nutzung habe ich keine Unterschiede wahrgenommen. Besonders fein finde ich, dass diese Wachstücher gut nach Bienenwachs riechen und ich sie jetzt in jeder benötigten Größe habe. Außerdem kann ich sie mit dieser Methode auch immer wieder erneuern, wenn die Tücher älter und brüchiger geworden sind.

Teilen, Tauschen, mehrfach Nutzen – Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Noch mehr Beiträge zum Thema findet ihr hier.  Diy-Anregungen könnt ihr hier nachlesen.

BriG
Fotos © Brigitte Vogt

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