Hundeangstworkshop in der wienXtra-kinderinfo mit Hund Abbey.

Hundeangst was tun?

Unter Hundeangst zu leiden ist immer unangenehm. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Wenn meine Kinder und ich unterwegs sind und einem großen Hund begegnen, wird bei mir die innere Panik ausgelöst. Wäre ich nun allein unterwegs, würde ich einfach die Straßenseite wechseln, mich über den/die Hundebsitzer*in ärgern und mich nach einiger Zeit wieder beruhigen.

Als Mutter von zwei Kleinkindern sieht die Sache etwas anders aus. Meine üblichen Vermeidungshandlungen sind nur mehr bedingt praktikabel, da man mit Sack und Pack nicht mehr so wendig und schnell ist. Handelt es sich um einen aggressiven Hund muss ich auch irgendwie meine Angst überwinden und meine Kinder beschützen. Ganz ehrlich, allein schon der Gedanke an solche Begebenheiten, lässt mein Herz schneller schlagen.

Außerdem möchte ich meine Angst auch nicht auf meine Kinder übertragen. Abgesehen davon kann sich in einer Stadt wie Wien ein Spaziergang so ganz schnell in einen Spießroutenlauf und damit eine sehr ermüdende Fitnessübung umwandeln.

Sich seiner Hundeangst stellen! Aber wie?

Da ich nicht allein mit meiner Angst bin und es auch viele andere Familien betrifft, werden im Rahmen vom ferienspiel und kinderaktiv-Programm immer wieder Workshops zum Thema “Umgang mit Hunden” angeboten.

Gemeinsam mit meiner älteren Tochter habe ich den Workshop “Keine Angst vorm bösen Hund”( Martin Rütter DOGS Wien ) mit Conny Sporrer im Rahmen vom wienXtra-kinderaktiv-Programm Jänner besucht.

Neben Infos und Videos zum Thema Hundesprache und Hundeverhalten waren auch 2 Therapiehunde mit dabei. Im letzten Drittel dieses Workshops kommen dann die echten Hunde dran. Die Kinder und Erwachsenen dürfen sie der Reihe nach streicheln und die Mutigen durften sie sogar mit einem Hundekeks füttern.

Diese folgenden konkreten Tipps sind bei mir hängen geblieben. Außerdem empfinde ich sie als sehr hilfreich.

Tipps und Infos

Leine und Beißkorb einfordern

In Wien müssen Hunde entweder angeleint sein oder einen Beißkorb tragen. In manchen Situationen sogar beides. Sollte man nun selbst oder die Kinder Angst haben, einfach den/die Besitzer*in höflich auffordern den Hund zumindest anzuleinen. Ich weiß wiederum aus eigener Erfahrung, dass manche Hundebesitzer*innen verständnislos und teilweise sogar aggressiv reagieren, dennoch gibt es auch viele, die meine Angst und Sorge respektieren und ganz normal reagieren oder sich sogar entschuldigen.

Eine Barriere schaffen

Wenn ein Hund auf einen zuläuft und man mit Kinderwagen oder großer Einkaufstasche unterwegs ist, einfach den Kinderwagen (natürlich ohne Kind, das Kleinkind auf den Arm nehmen) zwischen Kids und sich selbst und dem Hund stellen. Hinter dem Kinderwagen ruhig stehen bleiben und den Kopf wegdrehen, das wirkt konfliktvermeidend auf den Hund.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wenn man mit dem Radl unterwegs ist oder man joggt und einem ein Hund nachläuft, stehen bleiben und den Kopf wegdrehen. Das signalisiert dem Hund ich habe kein Interesse an ihm. Ich möchte weder spielen noch angreifen oder kämpfen.

Gute Erlebnisse kreieren

Möglichst viel Kontakt mit lieben und angenehmen Hunden. Wenn man Glück hat gibt es liebe Hunde im Bekanntenkreis oder so wie bei uns, gleich nebenan bei der Nachbarin. Durch Habi habe ich zumindest vor kleinen Hunden keine Angst mehr.

Fazit

Hundeflüsterin bin ich noch keine, aber ich fühle mich seit dem Workshop trotzdem besser und sicherer im Alltag.  Viele Infos aus dem Vortrag über das Kommunikationsverhalten der Hunde, auf was man bei Kind-Hund-Begegnungen aufpassen sollte waren neu für mich und sind hilfreich. Für einen selbstsicheren und völlig stressfreien Umgang mit großen Hunden werde ich aber noch etwas länger brauchen.

Wer noch mehr zum Thema Hunde und Kinder lesen möchte, findet auf der Homepage Martin Rütter Dogs verschiedene Artikel von Conny Sporrer dazu.

Mehr über Familienleben in der Stadt findet ihr unter: Familienleben

reg

Foto von Conny Sporrer © Sandra Schmid

 

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