Wandern am Kalenderberg

Ich habe den Kalenderberg in Mödling am 14.3.20 kennengelernt. Eine kleine Wanderung war geplant, bevor es in den damals noch gänzlich unvorstellbaren ersten Lockdown ging. Aber bestimmt ist mir der Kalenderberg nicht nur deswegen so besonders schön vorgekommen. Die Landschaft dort ist etwas Besonderes, die mich an Landschaftsbilder der alten Meister_innen erinnert hat. Und dass es dabei auch noch architektonisch einiges zu sehen gibt, ist das Tüpfelchen auf dem i.

Wo starten?

Wir haben in der Lichtensteinstraße geparkt und sind dann einem etwas versteckten aber gut ausgeschilderten Pfad gefolgt. Ihr könnt auch bei der Seegrotte parken oder ihr startet beim Parkplatz bei der Burg Lichtenstein, dann spart ihr euch den steilen Anstieg.
Da die Runde gut ausgeschildert ist, findet ihr euch sicher zurecht. Auch wenn man immer wieder richtig schöne Ausblicke hat, so bietet der Kalenderberg keine gewaltigen Wandertouren an, sondern ist ideal für einen gemütlichen und ausgedehnten Sonntagsspaziergang. Insgesamt ist die Runde mit 5,4 km und 2:59h bei Outdooractive angegeben, durch den Start in der Lichtensteinstraße ist sie ein bisschen länger.

Rundwanderung am Kalenderberg

Bei dieser gemütlichen Rundwanderung kommt man an einigen Sehenswürdigkeiten von Mödling vorbei, die Fürst Johann I von Liechtenstein an malerischen Stellen errichten ließ. Einer Modeströmung folgend, ließ er die Landschaft um den Kalenderberg gestalten. Dadurch hat man beim Spazieren manchmal das Gefühl, als wäre man auf einer Zeitreise oder würde durch ein Bild wandern. Übrigens, auch die Föhrenwälder wurden auf dem kargen Fels erst angelegt, also ist man hier nur scheinbar in natürlicher Umgebung.

Unser Weg startete mit einer kurzen Treppe und führte dann über einen kleinen malerischen Steig nach oben. Bald stießen wir auf eine gut beschilderte Aussichtskanzel, die einen herrlichen Tiefblick in die Mödlinger Klause und auf ihre felsigen Steilhänge bot. Dem Pfad weiter nach links nach oben folgend kamen wir zur Ruine Pfefferbüchsel, eine ehemalige Pilgerkapelle. Knapp nach der Ruine hatten wir den Gipfel des 352 Meter hohen Kalenderberges erreicht. Entlang des Weges waren immer wieder schöne Aussichtspunkte. Weiter ging es zuerst eben am Hochplateau entlang durch Wald und an Wiesen vorbei, später leicht bergab in Richtung Maria Enzersdorf, wo uns die Burg Liechtenstein erwartete.

Highlights der Rundwanderung

Das beeindruckendste Highlight ist die wunderschöne Burg Lichtenstein. Da es bei uns ungefähr die Mitte des Weges war, haben wir uns hier auf der Wiese eine gemütliche Pause gegönnt. Weiter ging es sanft ansteigend in Richtung Amphitheater, von dem beeindruckende Ruinen stehen geblieben sind. Von dort folgten wir der Beschilderung Richtung schwarzer Turm, welcher auch ein absolutes Highlight ist. Dieser liegt am Rand des Hochplateaus und war ursprünglich als Aussichtsturm geplant, diente später aber als Försterwohnung und ist noch immer bewohnt. Ein paar Schritte entfernt liegt eine weitere künstliche Ruine. Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf Mödling und die umgebenden Föhrenberge.

Der Rückweg führte uns am Hochplateau entlang und bot immer wieder tolle Ausblicke Richtung Efeugrat, Robert Karpfen Klettersteig oder zum Husarentempel. Zum Schluss ging es wieder den kleinen Steig hinunter.

Lust auf mehr

Ihr wollt lieber in Wien bleiben wo man mit den Öffis hinkommt? Hier findet ihr Stadtwanderwege und Stadtabenteuer. Lust auf Wandern oder einen Ausflug, auf Spielplatztouren oder schöne Plätze im Grünen? Hier im Kinderinfo-Blog und bei der Kinderinfo findet ihr Anregungen dazu.

BriG
Fotos (c) Eva Trettler, Brigitte Vogt

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