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Schlitten, Rutschteller oder Bob – pro und kontra

Rodeln ist super und die meisten Kinder lieben es, auch wenn es manchmal eine ganz schön frostige Angelegenheit ist. Muss es ja sein, wenn der Schnee liegen bleiben soll. Aber wenn es ums Rodeln geht, dann beginnen die Diskussionen. Was nehm´ ich mit, Rodel oder Rutschteller oder gar den Bob? Braucht man das alles oder reicht ein Teil? Wir haben hier unsere Pro und Kontras gesammelt.

Pro und Kontra Holzschlitten

Der Schlitten ist ein echter Klassiker. Es gibt ihn aus Holz, Metall und in verschiedenen Größen. Ich finde er ist ideal für Anfänger_innen und echt toll für Geübte.

Pro

  • Ideal finde ich, dass viele Schlitten eine Rückenlehne haben. Dadurch kann man ein kleines Kind draufsetzten und ziehen. Das war nicht nur zum Rodeln fein, sondern auch für lange Winterspaziergänge oder Rodelstrecken, die schon fast eine Wanderung waren. Wir haben die Kinder einfach mit Wintersack aus dem Kinderwagen gegeben und in den Schlitten hinein. Manchmal, wenn es sehr kalt war, haben wir ein Schaffell unten drunter gelegt.
  • Ein größerer Schlitten ist ideal um ihn auch zu zweit oder zu mehrt zu benutzen. Das ist ideal zur Rodel-Einschulung. Man kann dem Kind live zeigen, wie man lenkt oder bremst, und das dann stückweit immer mehr dem Kind überlassen.
  • Noch ein Pro, auch wenn man ein kleines Geschwisterkind hat und alleine mit 2 Kindern unterwegs ist, geht das noch ganz gut zu dritt auf einem großen Schlitten. Meist macht das den Zweitgeborenen durchaus Spaß, wenn man nicht zu wild rodelt oder sie beim Bremsen den ganzen Schnee ins Gesicht bekommen.
  • Schlitten sind aber auch gerade für geübte Rodler_innen eine tolle Sache, weil man damit wirklich lange Strecken fahren kann. Unsere Lieblingsstrecke in Tirol führt über 7 km und überwindet in einer turbulenten Viertelstunde 950 Höhenmeter.

Contra

  • Nachteil des Schlittens ist, dass er meist in der Anschaffung teurer ist.
  • Außerdem ist er schwerer, als die anderen Rutschgeräte, was bei längeren Strecken schon in die Arme gehen kann.

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    Schlitten (c) Brigitte Vogt
  • Ein weiterer Nachteil des Schlittens ist, dass die Schneedecke ausreichend sein muss und der Schnee schon ein bisschen fest geworden sein sollte. Bei zu viel frischem Schnee bleibt der nämlich zwischen den Kufen hängen und verlangsamt die Fahrt, was das Fahrvergnügen erheblich trüben kann.
  • Auch der Stauraum, den so ein Schlitten benötigt, besonders wenn man als Familie vielleicht 2 große benötigt, muss bedacht werden und bedeutet oft einen erheblichen Nachteil. Allerdings hab ich kürzlich einen Schlitten gesehen, den man zusammenklappen konnte.
  • So einfach ist das Steuern dann auch wieder nicht, wenn der Schnee hart oder gar eisig geworden ist.
  • Durch die erhöhte Geschwindigkeit gegenüber dem Rutschteller ist das Verletzungsrisiko größer, besonders bei Rodelevents wie z. B. Nachtrodeln oder auf Rodelstraßen, die durch den Wald führen.

Pro und Kontra Rutschteller

Rutschteller, und hier spreche ich von den kleinen Dingern, die nicht viel größer als ein Allerwertester sind, find ich einfach ideal um schnell im Park um die Ecke rutschen zu gehen, und das funktioniert von 2 bis 9 Jahre. Falls keine Teller zur Hand sind, kann man zur Not auch ein Plastiksackerl nehmen.

Pro

Familienskiland St Corona am Wechsel
Rutschteller (c) Brigitte Vogt
  • Rutschteller finde ich super, weil sie erstens echt billig sind,
  • sie wenig Stauraum benötigen,
  • und man nicht viel schleppen muss, weil das Teil so leicht ist, dass auch kleine Kinder meist alleine damit zurecht kommen.
  • Sie sind einfach zu handhaben, sodass das auch ein kleines Kind schnell hinbekommt, vorausgesetzt der Hügel ist nicht mit Bäumen oder Steinmauern begrenzt.
  • Mit einem Rutschteller kann man auch in frischen Neuschnee eine Spur machen, wenn man öfter in derselben Rinne rutscht – ein absoluter Vorteil gegenüber dem Schlitten.
  • Da ein Rutschteller direkt auf der Schneedecke aufliegt, stürzt man nicht tief. Dadurch verletzt man sich meist  nicht so schwer.

Kontra

  • Learning by Doing –  beim Rutschteller wird der Einstieg gleich selbständig geübt.
  • Weil man so nah am Boden ist, ist es meist eine nasse Angelegenheit – man kommt unweigerlich mit Schnee in Kontakt.
  • Da man den Rutschteller auch bei wenig Schnee verwenden kann, ist Erdkontakt nicht ausgeschlossen – manchmal lässt sich das dann nicht rauswaschen.

Pro und Kontra Bob

Bei Bobs sitzt man wie beim Rutschteller nah am Boden, allerdings sind sie stabiler gebaut und haben meist Bremshebel. Zipfelbob sind eine Spezialform von Bobs und können als die etwas stabileren Verwandten der Rutschteller bezeichnet werden. Früher wurden Kohlenschaufeln zum Rutschen genutzt. Heute sind diese aus Plastik mit einer kleinen und kufenlose Sitzfläche mit einem Haltegriff, der zum Bremsen und Steuern dient.

Pro

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(c) Brigitte Vogt
  • Sie liegen preislich zwischen Rutschteller und Schlitten.
  • Gesteuert wird über die beiden Hebel beim Bob, das macht vielen Spaß.
  • Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten.
  • Auch hier sitzt man meist in Bodennähe und hat daher weniger Verletzungsgefahr.
  • Mit dem Bob kann man meist schneller als mit einem Rutschteller fahren.

Kontra

  • Der Zipfelbob ist zwar stabiler als das Rutschteller, dafür aber auch schwerer und sperriger für den Transport.
  • Viele Bobs sind Schalen, in die man sich mit gestreckten Füßen hineinsetzt. Diese Haltung ist für manche nicht angenehm.
  • Das Steuern funktioniert meines Erachtens nach nicht so gut.
  • Durch die erhöhte Geschwindigkeit gegenüber dem Rutschteller ist das Verletzungsrisiko größer.
  • Beide sind sperriger zu verstauen als ein Rutschteller.
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Rutsch-Fahrrad (c) Brigitte Vogt

 

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große Rutschteller (c) Brigitte Vogt

Natürlich gibt es noch viele Rutsch-Gefährten: große Rutschteller oder Rutschreifen… Ich habe sogar ein Rutsch-Fahrrad gesehen. Wenn ihr verschiedene Rutsch- und Rodeltypen ausprobieren wollt und Lust auf einen Ausflug habt, dann schaut doch im Familienskiland in St. Corona am Wechsel vorbei, dort kann man welche gratis testen und ausborgen.

Was sind denn eure Rodel-Tipps? Wo rodelt ihr gerne? Welche Geräte nutz ihr? Hinterlasst doch einen Kommentar.

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt

 

2 Gedanken zu „Schlitten, Rutschteller oder Bob – pro und kontra

  1. Wow, sehr umfassend! Eine beeindruckende Liste von Vor und Nachteilen. Zwar treffen einige Aussagen wie “Bobs sind nicht einfach zu steuern” nicht auf jedes Modell zu, dennoch gefällt mir die Ausführlihkeit sehr.

    Mit freundlichen Grüßen
    Joel von Bobschlitten Test.de

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