Theater zuhause

Theater zuhause machen ist in diesen Tagen womöglich eine gute Abwechslung zum Alltagstheater. Es lenkt ab, macht Spaß und die Bewegung kommt auch nicht zu kurz. Ihr könnt euren Kindern eine Aufgabe stellen und sie selbstständig proben lassen, vielleicht habt ihr dadurch ja auch etwas Zeit für euch gewonnen.
Als Kind habe ich immer sehr viel Theater gespielt. Mit meinen Cousinen, meinem Bruder aber auch alleine. Vorwiegend war das zuhause. Wir haben uns mit der alten Kleidung meiner Oma verkleidet, uns Rollen ausgedacht und das Wohn-oder Kinderzimmer in eine Spieloase verwandelt. Und dann haben wir stundenlang geprobt. Oft gab es dann am Ende eine kleine Aufführung für die Erwachsenen. Mit Eintrittskarten und Applaus am Ende.
Holt euch das Theater nachhause! Dazu braucht ihr nicht viel:

Eine Geschichte

Schaut, dass die Geschichte einen Anfang, einen Höhepunkt und ein Ende hat. Teilt die Rollen auf, je nachdem wie viele ihr seid oder spielt einfach alle Rollen selbst (z.B. mit unterschiedlichem Kostüm).

Wie findet ihr gemeinsam eine Geschichte?

  • Nehmt eine Geschichte aus dem Lieblingsbuch oder -Film eurer Kinder.
  • Erfindet gemeinsam eine Geschichte und schreibt die wichtigsten Punkte davor auf. Hier könnten kreative Schreibspiele eine Hilfe sein.
  • Oder ihr improvisiert einfach, das geht natürlich immer!
©pixabay
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Die Proben

Bevor ihr mit den Proben beginnt, überlegt euch, was für ein Theater ihr machen wollt. Ihr könnt die Geschichte mit Puppen, Playmobil, Kuscheltieren, Gegenständen, Schatten oder euch selbst spielen. Je nachdem braucht ihr unterschiedliche Dinge. Für ein Puppentheater braucht ihr eine Vorrichtung, damit man euch nicht mehr sehen kann. Für ein Schattentheater ein Leintuch und eine Taschen- oder Nachttischlampe. Wenn ihr alles Nötige zum Proben habt, dann spielt die Geschichte ein paar Mal durch bis ihr zufrieden seid. Ihr könnt euch auch zuerst einmal selbst filmen und dann entscheiden, wann ihr fertig seid.

Die Bühne und das Kostüm

Theater zuhause? Theater kann überall stattfinden! Dafür braucht es nicht mal eine Bühne. Wenn ihr aber trotzdem eine möchtet, überlegt euch, wo ein guter Platz dafür sein könnte. Vielleicht gibt es ja Vorhänge oder Teppiche bei euch in der Wohnung, die ihr gleich mit einbauen könnt. Sucht euch ein Kostüm und lasst euch davon inspirieren. Wenn ihr mehrere Rollen habt, schaut dass ihr möglichst unterschiedliche Kostüme auswählt. Egal für welche Art von Theater ihr euch entschieden habt, platziert das Publikum so, dass es euch auch gut sehen kann. Ein kleiner Tipp: Spielt nie mit dem Rücken zum Publikum, außer es ist extra so gedacht und Teil von eurem Stück.

Die Aufführung

Für die Aufführung könnt ihr noch Einladungen und Eintrittskarten basteln. Legt eine Uhrzeit fest, wann die Aufführung beginnt und verteilt die Einladungen. Wart ihr schon einmal im Theater? Wenn ihr das ganze Feeling haben wollt, dann wartet bis es draußen dunkel ist und findet auch für das Licht eine passende Möglichkeit. Außerdem könnt ihr einen richtigen Einlass mit Karten abreißen machen. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Und das wichtigste ist: Es soll Spaß machen und euch eine Weile vom Alltäglichen ablenken.

Alles Theater?

Eine Alternative oder Ergänzung zum Theater ist der Zirkus! Studiert verschiedene Kunststücke ein und zeigt sie nacheinander beispielsweise mit Musik vor. Eintrittskarten werden dabei auch gebraucht und der brüllende Löwe, der_die graziöse Seiltänzer_in oder die Rolle des_der Zirkusdirektor_in zu spielen kann lustig sein: Hier findet ihr eine Anleitung zum Jonglieren lernen. Oder ihr probiert es mit einem Clown – was würde ein Clown wohl mit dieser ganzen Situation anfangen? Hier findet ihr eine lustige Anregung.

Weitere Tipps

Wenn ihr hungrig nach Theater seid, das Theater an der Wien hat sich ordentlich was für zuhause überlegt. Dort könnt ihr euch Kinderopern anschauen, aber auch Tänze lernen und Rätsel lösen.
Im kinderinfo-Blog findet ihre viele Anregungen für Aktivitäten für zuhause. Findet die passenden Angebote für euch:

JuR

Fotos ©: pixabay

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