Wanderung zur Ruine Schrattenstein

Ich finde, Schlossruinen sind Orte, die die Phantasie anregen: Wer mag da gelebt haben? Wie wurde so ein großes Schloss gebaut? Warum ist es verfallen? Daher hab ich schon als Kind Ausflüge zu Schlossruinen geliebt. Diese Leidenschaft hab ich offenbar auf meine Kinder weitergegeben, sodass eine Wanderung zu einer Schlossruine immer möglich war, auch dann, wenn sonst Wandern mit den Eltern nicht mehr hoch im Kurs stand. Hier beschreibe ich euch den Ruinenweg zur Ruine Schrattenstein mit Start in Schrattenbach. Euch erwarten ein Hirschgehege, tolle Ausblicke, eine Ruine mit Flair und die Möglichkeit, nachher beim Gasthaus einzukehren. Die Wanderung kann gut verlängert werden, aber den Kinderwagen solltet ihr daheim lassen.

Kurzer Aufstieg zur Ruine oder Tageswanderung

Von Schrattenbach aus ist die Ruine gut ausgeschildert in 20 Minuten zu erreichen, der Ruinenweg ist mit einer Stunde ausgeschrieben. Aber ihr könnt auch eine längere Wanderung machen, wenn ihr schon in Würflach startet. Der erste Teil führt dann durch die malerische Johannesbachklamm und wurde hier im Kinderinfo-Blog bereits beschreiben. Für die große Rundwanderung sind vier Stunden angegeben, wobei es drei Einkehrmöglichkeiten gibt.

Vom Gasthaus zum alten Schlossteich zur Ruine Schrattenstein

Wenn ihr in Schrattenbach startet, könnt ihr beim Sportplatz in Schrattenbach parken. Wenn ihr die große Rundwanderung macht, führt der Weg vom Gasthaus erst durch den Ort. Den Schlossteich werdet ihr vergeblich suchen, der ist ausgelassen und leider nicht zugänglich. Unweit vom Gasthaus ist linkerhand ein Hirschgehege, wo der Ruinenweg abzweigt und dann ansteigend durch dichten Wald nach oben zur Ruine führt.

Erst geht es einen Hohlweg hinauf durch dichten Wald. Dann windet sich der Weg und schon bald kommen Felsen und auch Ruinen in Sicht. Um die Ruine Schrattenstein zu besuchen, verlasst ihr den Rundweg und steigt noch ein wenig auf. Von der Burg stehen nur noch vereinzelte Mauern, aber eine Abbildung beim Eingang gibt eine ungefähre Vorstellung, wie die Burg ausgesehen haben mag. Über einen Holzsteg kommt ihr zum alten Portal und betretet den Burggarten, der mit Fichten bewachsen nicht mehr wirklich als solcher erkennbar ist. Dann geht es in der wildromantischen Ruine steil hinauf über Wurzeln und Steine ins Herz der Burganlage. Ganz oben angelangt könnt ihr tiefe Ausblicke über Schrattenbach genießen. Wenn ihr seitlich durch die kleine Öffnung klettert, grüßt euch die Hohe Wand in der Ferne.

Zurück könnt ihr entweder den gleichen Weg gehen, dann ist die Runde kürzer. Oder ihr geht den Ruinenweg weiter. Dieser führt als schmaler Pfad erst noch ein bisschen bergauf und dann ziemlich steil hinunter.
Wenn ihr euch für die große Rundwanderung entschlossen habt, dann führt euch die nächste Etappe Richtung ‘Lärbaumkreuz’ erst aufwärts, dann leicht abfallend Richtung ‘Rotes Kreuz’ und schließlich zurück nach Würflach. Nach dem Hallenbad geht es links zur Johannesbachklamm. Das ist noch ein ziemlich langer Weg, hier seid ihr erst etwas bei der Hälfte. Allerdings geht es meist bergab und der Großteil davon führt über Forststraßen. Die genaue Route könnt ihr bei bergfex finden: Hier wird die vier Stunden Variante mit umgekehrter Startrichtung vorgestellt und hier eine etwas kürzere.

Wandern, Baden und vieles mehr

Hier im Kinderinfo-Blog stellen wir euch neben Spielplätzen und Bademöglichkeiten auch familienfreundliche Wanderungen vor. Von Spazieren in der Stadt bis zu Stadtabenteuern, bis zu Wanderungen und Ausflugszielen. Ihr habt einen Tipp für uns? Oder möchtet etwas ergänzen? Wir greifen eure Anregungen gerne auf!

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt

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