Fünf schnelle DIY Adventkalender

Viele freuen sich täglich an ihrem Schokoladestück aus dem bunten Adventkalender. Andere haben es gerne ein bisschen abwechslungsreicher. Da gibt es ja richtig ausgefallene und auch teure Adventkalender. Aber wollt ihr wirklich viel Geld für etwas ausgeben, was dann vielleicht nur noch mehr Zeug für´s Aufräumen oder sogar den Müll produziert?

Für alle unter euch, die bei all dem Trubel noch nicht dazu gekommen sind, einen Adventkalender zu besorgen und es gerne kreativ angehen haben wir hier fünf Anregungen.

1. Vorlesen und gemeinsame verbrachte Zeit – einfach unschlagbar

Eine Kollegin erinnert sich noch mit Glitzern in den Augen, dass sie einmal im Advent jeden Abend ein Kapitel eines Buches gelesen haben. Und eine Freundin hat mir strahlend erzählt, wie sie es genossen hat, wenn sie im Advent bei Kerzenschein zusammengesessen sind, gemeinsam Tee getrunken haben und Weihnachtslieder gesungen haben.

Diese Bücher haben unseren Kindern im Volksschulalter gefallen
Buchtipps für die Volksschulzeit (c) Brigitte Vogt

Gemeinsam zu Backen und dabei Weihnachtslieder zu hören, ein Weihnachtsgeschenk zu Basteln oder Hörspielen lauschen, das zählt für viele zu den schönen Kindheitserinnerungen. Also, holt euch ein Buch aus der Bücherei, z. B. die 24 schönsten Vorlesegeschichten zur Weihnachtszeit oder die 24 schönsten Adventgeschichten mehrere Bilderbücher oder Das Weihnachtsgeheimnis. Buchtipps stellen wir euch hier vor.

Wir werden heuer die gemeinsame Zeit mit Basteln und Winterspaziergängen verbringen. Vielleicht probieren wir einen Origami-Adventkalender zu machen, Vorlagen gibt es ja genug dafür. Da hätten wir nicht nur Anregungen für´s tägliche Basteln sondern auch etwas, das man dann auf den Weihnachtsbaum hängen oder zu einem Mobile-Geschenk verarbeiten kann.

2. Ein Spruch-Adventkalender

Wir haben zwei Mal Adventkalender gebastelt. Einmal haben wir kleine Kärtchen aus Karton ausgeschnitten. Auf eine Seite haben wir etwas gezeichnet, auf die andere Seite haben wir einen Wunsch, was wir gerne gemeinsam machen oder ausprobieren möchten, geschrieben. Davon haben wir lange gezehrt.

Ihr könnt euch aber auch überlegen, ob es positive Affirmationen, schöne Erinnerungen oder Zitate sein sollen. Damals waren die Kinder in der Volksschule und dieWünsche waren noch dementsprechend kurz. Die Kärtchen haben wir mit unterschiedlichen Fäden zusammengebunden und jeden Tag hat dann jemand anderer ein Kärtchen geöffnet. Durch die Fäden war auch erkenntlich, wer es geschrieben hatte.

(c) Brigitte Vogt

Dieser Adventkalender hat uns oft zum Lachen gebracht und uns viele feine Erlebnisse miteinander beschert. Daher haben wir später etwas Ähnliches gemacht. Da die Kinder dann schon älter waren, haben wir Zitate ausgesucht und auf bunten Papier ausgedruckt und ausgeschnitten. Zusammengerollt und mit einem bunten Faden umwickelt gaben sie einen feinen Adventkalender ab. Die Sprüche, die wir damals aus dem Internet recherchierten, waren so unterschiedlich, dass sie Gesprächsstoff geboten haben.

3. Ein Tee-Advenkalender

Beim Tee-Adventkalender geht es eigentlich auch um die gemeinsam verbrachte Zeit. Denn beim Teetrinken sitzt man zusammen, vielleicht bei Kerzenlicht, plaudert oder spielt etwas und genießt die gemeinsame Zeit. Es gibt natürlich auch zusammengestellte Tee-Adventkalender zu kaufen, doch wenn ihr in eurem Freundeskreis herum fragt, dann ergibt sich dadurch oft eine gute Mischung, die für einen Adventkalender ausreichend ist. Verschiedene Sorten auszuprobieren ist wirklich ein Vergnügen und besonders Kinder erweitern dadurch ihr Geschmacksempfinden. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Sonntage mit unterschiedlichen Trinkschokoladen feiern.

(c) Brigitte Vogt

Wir haben einmal eine Tee-Adventkalender geschenkt bekommen, sodass wir davon noch 24 Dosen zuhause hatten. Doch bei einer Freundin hab ich gesehen, dass sie die 24 Tee-Päckchen an eine bunte Schnur mit Wäscheklammern gehängt haben. Bei einer anderen befreundeten Familie hingen die 24 Teesäckchen mit bunten Schnüren befestigt von einem Ast, der ihnen als Jahreszeiten-Dekoration dient.

4. Ein Bewegungs-Adventkalender

Eine Kinderinfo-Besucherin hat mir erzählt, dass sie letztes Jahr vier Grätzl-Rallyes im Adventkalender hatten, weil sie im Advent an den Sonntagen miteinander spazieren gehen. Das sind Rätseltouren, bei denen ihr jeweils einen Bezirk von Wien kennenlernt und dabei Rätsel löst. Das hat ihnen so gut gefallen, dass sie sich alle Hefte besorgt haben und das jetzt einmal monatlich zusammen unternehmen. Dafür sind natürlich auch Geocaches geeignet oder Actionbounds. Mehr davon findet ihr hier.

(C) LuDi

Eine Freundin, die selber Yoga für sich entdeckt hat, hat letztes Jahr einen Adventkalender erstellt, auf der jeden Tag eine Figur oben war. Die einzelnen Figuren könnt ihr im Internet ausdrucken oder wie meine Kollegin zeichnen und zu einer Geschichte zusammenstellen.

5. Der Wochenende-Kalender

Manchmal ist gerade diese “ruhigste” Zeit im Jahr unglaublich voll. Weihnachtsfeiern im Kindergarten, Hort und Schule, im Job, und dann das Besuchen der Weihnachtsmärkte und das Weihnachtskonzert in der Musikschule. Manchmal wusste ich nicht mehr, wo mir der Kopf stand. Da kann ein Adventkalender, wo jeden Tag etwas “zu tun” ist einfach zu viel sein. Freunde haben das so gelöst, dass jedes ihrer vier Kinder einen Tag oder Abend gestaltet. Dabei geht es darum, etwas zu wählen, was man selber gern macht und die anderen dazu mitnimmt.

Familienspaziergang einmal anders (cc) Ginger Photos

Sie haben mir erzählt, dass dieses Eintauchen in die Welten der anderen spannend war. Der Action-Film, der Abend in der Sternwarte, der Nachtspaziergang oder das Familien-Eislaufen wäre nicht von allen gewählt oder begrüßt worden, aber dass man sich einmal auf etwas einlässt, das habe sie einander näher gebracht. Besonders, da die Kinder unterschiedlich alt sind, sei es schön gewesen, so bewusst auf die Bedürfnisse einzugehen und jedes einmal hochleben zu lassen. Auch heuer sind alle schon wieder am überlegen, was sie mit allen gemeinsam machen möchten.

Noch mehr Advenkalender

Ihr liebt es zu knobeln? Dann wäre vielleicht ein Mathe-Adventkalender etwas für euch? Oder habt ihr das Gefühl, bei euch sind viel zu viele Spielsachen? Wenn ihr euch von einigen trennen möchtet, dann wäre der umgekehrte Adventkalender ideal! Noch mehr Ideen für nachhaltige Adventkalender findet ihr bei Utopia.

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt, LuDi (cc) Ginger Photos

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