Die Lobau erkunden – Vom Nationalparkhaus zur Esslinger Furt

Früher war mir die Lobau immer zu groß, zu weit weg und zu unübersichtlich. Irgendwann hab ich sie für mich entdeckt und mit den Kindern lernte ich sie nochmal auf eine andere Art schätzen. Einerseits, weil es dort wirklich nette Spielplätze gibt und man sehr fein wandern kann. Andererseits liebe ich es dort mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Man kann herrlich durchs Grüne fahren, mitten durch den wunderschönen Auwald. Dazwischen gibt’s Tümpel, wo man Tiere entdecken kann und Teiche zum Schwimmen im Sommer. Ab und zu sind auch Wiesen, die zum Picknicken einladen.

Die Lobau – ideal im Sommer

An heißen Sommertagen ist es im Wald kühler und unter der Woche ist man oft alleine unterwegs. Wie lange ihr den Ausflug ausdehnen wollt, wie weit es gehen soll, das lässt sich anhand der übersichtlichen Ausschilderungen eigentlich recht gut planen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich trotzdem immer wieder irre und dann ganz woanders rauskomme als geplant. Nicht nur deswegen finde ich es ideal, wenn man mit den Öffis unterwegs ist – dann muss man nicht wieder zum Ausgangspunkt zurück. Am Besten nehmt ihr euch auch genug zum Trinken und eine Jause mit.

Eine Wanderung durch die Lobau: Vom Nationalparkhaus zur Esslinger Furt

Letztens sind wir in ca. 3h vom Nationalparkhaus zur Esslinger Furt gewandert. Das ist ein Teil vom Rundumadum-Wanderweg und sowohl Ausgangspunkt als auch Endpunkt sind gut mit Öffis zu erreichen. Fein ist auch, dass es sowohl am Beginn beim Nationalparkhaus als auch am Ende der Wanderung einen Spielplatz gibt, wobei der Spielplatz bei der Esslinger Furt ziemlich verwachsen war. Auf diesem Weg gibt es Einiges zu sehen.

Zuerst kommt man bei der Dechantlacke vorbei, wo man auch schwimmen kann. Weiter geht es über den beeindruckenden Josefsteg – das ist ein Holzsteg der über Moorgrund führt und mit Schilf zugewachsen ist. Wieder etwas weiter wird es geschichtsträchtig, dort stand einst Napoleons Hauptquartier, woran heute ein Gedenkstein erinnert. Vorbei an Tümpeln und Wiesen geht es weiter bis man kurz vor der Esslinger Furt zum Bibergehege samt Aussichtsplattform kommt. Die Biber kann man am Besten in der Dämmerung beobachten, ich hab bisher nur deren Spuren an abgeknabberten Bäumen, aber noch keine in Aktion gesehen.

Wie gesagt, ich mag die Lobau echt gern.

Mir gefällt der Auwald, ich mag es, dass da die Bäume oft so dicht nebeneinander sind oder welche herumliegen, die von Bibern angenagt sind und ich liebe die großen Birken. Ich finde es mittlerweile echt cool, dass eine Großstadt wie Wien so einen schönen Nationalpark hat, den man durchwandern und sogar mit dem Rad durchfahren darf. Und dass man sich zwischendurch abkühlen kann, entweder in der Dechantlacke, wo wir hier vorbeigekommen sind oder in der Panozzalacke, das finde ich echt super fein.

Was sind denn eure Lieblingswege in der Lobau?

BriG
Fotos © Brigitte Vogt

 

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