Kinderkultur und Familienfreizeit

20 Jahre WIENXTRA Kinderinfo!
DIE Infostelle für Kinderkultur in Wien

In unserem Blog versuchen wir seit vielen Jahren eure Interessen auszuloten und Beiträge zu verfassen, die euch bereichern, anregen, unterstützen. Familienalltag kann anstrengend sein. Eltern sind – gerade in diesen Zeiten – sehr gefordert. Ihr lieben Blog-Leser und Leser_ innen seid ganz sicher bemühte, kulturinteressierte Erwachsene, die die Wichtigkeit von Kultur und Freizeitgestaltung für Kinder sehr gut erkennen.

Anlässlich unseres 20 Jahre Jubiläums erlaube ich mir trotzdem einen Beitrag zu verfassen, der die Kinderinfo ein bisschen feiert. Und vielleicht sind auch ein paar Gedanken dabei, die ihr als Motivation und Bestätigung in eurer Erziehungsaufgabe brauchen könnt.

Weil es in Wien so viel gibt, erstellt die kinderinfo Infolisten zur Orientierung.
® BarbaraMair

Kinderinfos – und warum überhaupt?

Seit 20 Jahren dürfen wir informieren und beraten. Was war und ist unsere Motivation? Da ist mal die Kinderrechts-Konvention:

  • …das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischem Leben. (Artikel 31. 1. der Kinderechts-Konvention)
  • …..das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholungs- und Freizeitbeschäftigung. (Artikel 31.2. der Kinderrechts-Konvention)

Ein wichtiges Papier: verständlich, richtig und in Österreich zumindest gedanklich Standard. Kinderkultur als Kinderrecht. An der umfänglichen Umsetzung dieser Artikel und an Inklusion für wirklich alle Kinder habe ich oft meine Zweifel. Nichtsdestotrotz: Am Ball bleiben.

Wien – eine Stadt, die Familienfreizeit hoch hält

Und da ist eine Stadt und eine Stadtpolitik, die im Bereich Kultur und Freizeitangebot wirklich viel bietet. Ich bin immer noch fasziniert, dass seit mehr als 100 Jahren besonders in Wien Zeichen gesetzt wurden, in der Bildungspolitik, in der Kulturpolitik und besonders bei der städtischen Infrastruktur. Institutionen der Volksbildung wurden in den 20-er Jahren des 19. Jahrhunderts geschaffen, die bis heute diese Stadt prägen: Volkshochschulen, Städtische Büchereien, Häuser der Begegnung, die Wiener Festwochen, auch eine Vielzahl an kleinen Theatersälen und Kabarettbühnen, Bäder, uvm..

Diese bildungs-, kultur- und sozialpolitischen Maßnahmen des „Roten Wiens der 20-er Jahre“ wirken bis heute. Sicherlich auch deshalb setzt die Stadt auch heute auf ein kostengünstiges und sehr diverses Kinderkultur-Angebot. Auch für kleine Menschen. Aber warum?

(c) Barbara Mair

Kinderkultur von klein auf

Weil Kultur und Wissensvermittlung wichtig ist. Weil Kreativität, soziales Interesse und Verantwortung, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit gefördert werden im aktiven Umgang mit Kunst. Theater, Tanz, Musik, Literatur, Medien und bildende Kunst… Kulturangebote unterstützen Kinder, sich zu Recht zu finden und die Welt gestaltbar zu erleben.

Um ihr Leben verantwortlich meistern zu können, brauchen Kinder Fähigkeiten, die mit „Lebenskunst“ zu tun haben. Sie brauchen Selbstbewusstsein für die eigenen Stärken und Vertrauen in die Kraft, Mut, die Dinge kritisch zu betrachten, und Lust, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Und deshalb arbeiten wir in der Kinderinfo. Und hoffentlich sehr ihr das auch so. Bastelt euer Stadtabenteuer! Kommt vorbei, holt euch, was ihr braucht und feiert mit uns. Weil – im Besonderen in dieser Zeit Lebenskünstler und Lebenskünstlerinnen, große und kleine sehr gefragt sind!

© Barbara Mair

Gastbeitrag von Sabine Krones, Leitung WIENXTRA-Kinderinfo
Fotos (c) Barbara Mair, Titelbild Miguel Dieterich

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