Wanderung zur Teufelsteinhütte

Während dem Lockdown ist leider nicht so viel möglich, wie ich mir wünschte, auch wenn Erholung und Auftanken dringend nötig ist. Darum haben wir letztes Wochenende nach einem Ort gesucht, der nicht so überfüllt wie die Wiener Spielplätze ist. Eine Wanderung durch die Föhrenberge zur Teufelsteinhütte hat sich als gute Möglichkeit erwiesen.

Der Weg, den wir wählten, ist ziemlich steil und daher nicht Kinderwagengeeignet. Dafür führt er an einem sehr schönen See vorbei, mitten durch Bärlauchwiesen und am Gipfel winkt nach ca 1h Aufstieg eine herrliche Aussicht über ein Waldmeer. Außerdem könnt ihr die Wanderung erweitern und noch die Kammersteinerhütte erklimmen und es zu einer Rundwanderung über die Franz-Ferdinand-Hütte ausdehnen. Beide Hütten sind derzeit nicht geöffnet, aber es gibt Sitzmöglichkeiten.

Die Teufelsteinhütte

Mitten im Naturpark Föhrenberge gelegen ist die Teufelsteinhütte ein Ziel nahe Wien, das sich mit den Öffis erreichen lässt. Wenn ihr über die Perchtoldsdorfer Heide kommt, dann führt euch der Weg über die Kammersteinerhütte. Den Weg dahin haben wir hier beschrieben. Wir sind diesmal von Kaltenleutgeben gekommen und haben in der Waldmühlgasse gestartet. Der Regionalbus 255B bringt euch zu diesem Startpunkt, großen Parkplatz habe ich keinen gesehen.

Zum Steinbruchsee – erste Etappe

Geradeaus führen zwei Wege parallel an einem kleinen Bach entlang in den Wald. Leider ist der Bach ziemlich schmutzig, doch das hindert die Kinder nicht, darin zu spielen. Nach kurzer Zeit weist rechts ein Schild zur Kammersteiner Hütte. Es geht sanft aufwärts und nach wenigen Minuten hat man den Steinbruchsee erreicht. Der liegt richtig idyllisch und das türkise Wasser sieht sehr einladend aus, aber Baden ist dort verboten weil er Teil des Naturschutzgebietes Teufelstein-Fischerwiesen ist. Obwohl wir um die Mittagszeit dort waren, war am See schon einiges los und einige Hunde haben auch ein Bad genommen.

Vom Steinbruchsee zur Teufeelsteinerhütte – zweite Etappe

Der Weg führt uns rechts am See vorbei der rot-weißen-Markierung folgend. Langsam wird es steiler und kurz später spaltet sich der Weg auf. Wir sind rechts gegangen, wo es dann ein Stück ziemlich gerade und steil den Wald hinauf geht. Hier ist überall Bärlauch zu sehen und abseits vom Weg kann man den sicher auch gut ernten. Oben angekommen führt der Weg nach links und schmiegt sich dem Hang entlang, bis er kurz später auf den anderen Weg trifft. Es geht dann eine Senke weiter nach oben, erst etwas sanfter dann wieder steiler werdend und an einem kleinen Teich vorbei. Wenn man auf den Schotterweg stößt, hat man schon fast die Hütte erreicht. Diesem folgt man nach links und zweigt kurz später zur Tuefelsteinhütte ab, die man schon am Ende des Weges sehen kann und in wenigen Minuten erreicht. Der Platz hinter der Hütte ist zwar nicht groß, aber ein paar Tisch-Bank-Kombinationen bieten Rastmöglichkeit und ihr könnt wohlverdient die Aussicht genießen.

Von der Teufelsteinhütte zur Kammersteinerhütte – dritte Etappe

Wir wollten unbedingt noch den Weg zur Kammersteinerhütte kennen lernen, der mit 12 Minuten angegeben war. Nach ausgiebiger Rast und Stärkung sind wir erst wieder den Hügel hinunter gegangen zur Kreuzung wo der Weg zur Kammersteinerhütte auf der anderen Seite hoch geht. Auch hier ist wieder ein steiler Anstieg auf einem kleinen Pfad erforderlich, bevor euch die Kammersteinerhütte mit der Josefswarte eine herrliche Aussicht bietet. Da dort schon einiges los war, haben wir gleich wieder den Abstieg angetreten und sind am gleichen Weg wieder zurück zum See und dann zum Ausgangspunkt gewandert.

Fazit:

Mich haben die schönen Bilder vom Steinbruchsee und die Beschreibung auf Wandernundmehr.at zu diesem Ausflug gelockt und ich bin nicht enttäuscht worden. Der Weg ist gut und einfach zu finden, der See und die Aussicht sind wirklich schön und durch den steilen Aufstieg hatte ich trotz der kurzen Zeit (insgesamt etwas mehr als 2 Stunden) das Gefühl, richtig gewandert zu sein. Ich bin sicher, dass ich wiederkommen werde, vielleicht zum Waldbaden im Sommer…

Wo tankt ihr Erholung? Welche Plätze könnt ihr für einen Abstecher mit Kindern empfehlen?

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt

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