Ausflug zum Schwarzenbergpark

Der Schwarzenbergpark liegt am Rande vom 17. Bezirk und ist wirklich etwas Besonderes. Nicht nur, weil er als erster englischer Landschaftsgarten Österreichs angelegt wurde und im 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Parkanlagen zählte. Sondern weil er einen Kontrast bietet: Da gibt es die endloslange schnurgerade angelegte Allee mit asphaltierten Wegen und Denkmälern auf der Seite. Direkt daneben breitet sich der Wienerwald aus, mit kleinen Bächlein, Teichen, Hügeln und natürlich Wald.

Der lange Weg zum Spielplatz

Wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt und Lust darauf hat, die ganze Anlage kennen zu lernen, bietet es sich an, von der Endstation der Straßenbahnlinie 43 loszuwandern. Es geht zuerst noch ein Stück der Dornbacherstraße stadtauswärts, bis man rechts in die Waldegghofgasse abzweigt. Ein Schild weist den Weg mit 300m hügelan in Richtung Schwarzenbergallee. Beim Eingang geht es kurz etwas nach unten und dann schnurgerade weiter die Allee entlang. Dieser Teil des Schwarzenbergparks wird auch Dornbacher Park genannt. hier kommt ihr auch bei der berühmte Maria-Theresien-Schaukel vorbei, die zwischen den beiden Obelisken aufgespannt gewesen sein soll. Letzten Sonntag lag etwas Schnee und der Weg durch die Allee war teilweise rutschig. Die Neuwaldegger Straße wird in einer Unterführung gekreuzt.

Als die Kinder noch begeistert Roller- oder Laufrad fuhren, haben wir häufig diesen Weg gewählt. Damals fühlte er sich lange genug an, um den Spielplatz samt Picknick als Endziel einzuplanen.

Von der Marswiese zum Spielplatz

Wenn ihr lieber den kurzen Weg zum Spielplatz im Schwarzenbergpark wählt, dann nehmt ihr den 43A (Station Marswiese) oder 43B (Schwarzenbergallee). Der Eingang ist von beiden sehr nahe. Die Allee führt auch hier weiter geradeaus. Gleich beim Eingang befindet sich ein Imbiss und eine öffentliche Toilettenanlage.

Zur linken seht ihr die kleinen Teiche, die derzeit zugefroren sind. Gespeist werden sie vom Eckbach, der direkt neben dem Spielplatz fließt. Die Kinder haben Stunden an diesem Bach verbracht, gegatscht, Wasser gestaut und wieder abgebaut, Schiffchen fahren lassen oder Wasserschlachten aufgeführt. Ich finde, dieses naturnahe sich windende kleine Bächlein ist das absolute Highlight im Schwarzenbergpark!

Der Spielplatz

Der Spielplatz liegt ca. 10 Minuten vom Eingang Neuwaldegger Straße entfernt auf der linken Seite. Er ist nicht eingezäunt, liegt direkt neben dem kleinen Bach und die einzelnen Spielgeräte liegen verstreut auf einer großen Wiese. Neben Schaukeln, einer kleinen Sandkiste, Wippen und Wipptieren lädt ein Kletterturm mit Rutsche und ein Fort zum Spielen ein. Eine große Blockhütte bietet Schutz bei regen, ist allerdings derzeit mit kaputten Flaschen nicht so einladend. Fein fand ich, dass trotz winterlichen Temperaturen die Bänke am Rand des Spielplatzes in der Sonne liegen und so zum pausieren einladen.

Was gibt es sonst noch?

Wie gesagt geht die Allee noch bis zur Wiener Stadtgrenze weiter, insgesamt ist sie 2,2km lang. In diese Richtung liegt auch der Parapluieteich. Direkt hinter dem Spielplatz liegt ein Brunnen, der im Sommer Trinkwasser spendet. Wenn ihr dort am Gedenkstein des Deutschen Trunvereins vorbei den Hügel erklimmt, liegen Wiesen und Wälder vor euch mit zum teil wirklich uralten Bäumen. Auch jetzt im Winter ein beeindruckend schöner Ort. Zwischendurch stößt man auch immer wieder auf Ast-Tippis, kleine Pfade oder Wege. Das Grab von Graf von Lancy liegt auch in diese Richtung. Wer weiter wandern möchte kann dem Stadtwanderweg 3 folgen oder einen Abstecher zum höchsten Punkt des Parks, der Hameau machen. Von dort kann man im Moment auch runter Rodeln, aber Vorsicht, es ist glatt. Im ersten Abschnitt der Allee zweigt ein Weg Richtung Jubiläumswarte ab.

Fazit

Auf jeden Fall ein Ausflug wert, auch im Winter! Naturnah, weitläufig, anregend. Alte Gestaltungselemente, geschichtsträchtige Obelisken, ein schöner Wald-Spielplatz mit Sonnenbänken, Bächlein und Teichen – einfach herrlich! Wir kommen sicher wieder.

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt

2 comments on “Ausflug zum Schwarzenbergpark

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