Kinderbücher zum Thema Gender und Toleranz

Die vielfältige Auswahl an Kinderbüchern macht es schwer, sich zu entscheiden. Mit meinen Babysitter-Kindern war ich öfter in der Bücherei und es blieb nie bei einem Buch, eher vier, fünf, dann noch zwei Hörspiele und vielleicht noch eine DVD. Die Devise lautete: Heute das eine Buch, nächste Woche ein anderes. Dann hat man wieder etwas auf das man sich freuen kann!

Die Themengebiete reichen von riesigen Wimmelbüchern, Sachbüchern mit Aufklapp-Bildern bis hin zu den ersten Selbst-Lese-Büchern mit vielen Absätzen und großen Buchstaben.

Warum ist das Gender-Thema eigentlich so wichtig? 

Ist es nicht mittlerweile selbstverständlich, dass Mädchen blau und Buben rosa tragen dürfen?
Leider gibt es immer noch viele Stereotype, die vor allem auch Kinder einengen. Tätigkeiten, Interessen, Hobbys, Farben, Berufswünsche, die als typisch Junge oder typisch Mädchen verstanden werden. Umso wichtiger ist es, der nächsten Generation die Selbstverständlichkeit der Unterschiede jedes_r Einzelnen mitzugeben. Und Bücher sind dabei so herrlich unverblümt und offen, auf ganz sanfte Weise.

Hier findet ihr Büchertipps zum Thema Gender, Toleranz und Liebe:

Da bist du ja! Die Liebe, der Anfang – allüberall. atlantis Verlag (ab 4 J.)

Wo fängt die Liebe an und wo hört sie auf? Eine Geschichte über die immerwährende Liebe. Trotz Unterschiedlichkeiten erzählen sich das Größere und das Kleinere, wie lieb sie sich haben. Weder das Kleinere, noch das Größere sind eindeutige Tiere und auch das Geschlecht der beiden Wesen ist nicht erkennbar. Das einzige was zählt, ist ihre Liebe.

Markus, der Blumendoktor. Werner Siegert, Peter Guckes. Stachelbart-Verlag (ab 6 J.)

In diesem Buch geht es um Markus, der alle Blumen liebt. Eines Nachmittags geht er mit einer Freundin in einen Garten. Als der Gärtner dort eine abgerissene Blume einfach entsorgen will, ist Markus entsetzt darüber und beschließt die Blume heimlich mitzunehmen, um ihr in einem Blumentopf ein neues zuhause zu geben und sich um sie zu kümmern. Die oftmals Mädchen zugeschriebene sensible Seite äußert sich in diesem Buch durch Markus, einem Buben, und seiner Liebe zu Pflanzen.

Der Katze ist es ganz egal. Franz Orghandl, Theresa Strozyk. Verlag: Klett-Kinderbuch, Leipzig (ab 10 J.)

Leo beschließt an einem Morgen, mit anderen zu teilen, dass er ab nun an Jennifer genannt werden möchte. Die Freunde von Jennifer sind begeistert und möchten ihr Sparschwein schlachten, um mit ihr das erste Kleid einkaufen zu gehen. – Anders als die Erwachsenen, die nicht ganz wissen, wie sie das finden sollen. Eine einfühlsame Geschichte, die über das Unverständnis und die Selbstverständlichkeit an die Jennifer stößt, erzählt. In diesem Buch werden sowohl die Geschlechterrollen in Frage gestellt, als auch die unterschiedlichen Meinungen durch die liebenswerten Charaktere dargestellt.

Welt der Kinder, Tiere und fabelhaften Wesen

Die Büchereien haben wieder geöffnet. Die Büchereikarte ist für Kinder bis 18 Jahre kostenlos. Ein Besuch schafft Abwechslung: Es gibt neben Büchern auch Zeitschriften, Hörspiele und DVDs zum Ausborgen. Auch die Virtuelle Bücherei stellt rund um die Uhr ebooks, ePapers und eAudios zur Verfügung.

Mehr zu Büchertipps, gratis (Hör-)Bücher, Lesungen und Workshops findet ihr auf diesen kinderinfo-Listen:

Von mutigen Prinzessinnen und sanften Erfinder_innen – mehr Blogbeiträge zum Thema Gender und Toleranz:

Ein Gastbeitrag von SaSt, Mitarbeiterin der wienXtra-kinderinfo

Fotos (c) Sarah Stallecker

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