Prinzessin einmal anders


Irgendwie gibt es noch immer eine ganze Menge Prinzessinnenbücher und wenn irgendwo auf der Welt ein Royal heiratet oder ein Kind bekommt, dann scheint das nach wie vor die Gemüter zu bewegen und zu Einschaltrekorden in den Medien zu führen. Aber Prinzessinnen-Bücher können ganz unterschiedlich sein.

Hier unsere liebsten Prinzessinnenbücher

Die Prinzessin auf dem Kürbis. Heinz Janisch, Linda Wolfsgruber. Verlag: JUNGBRUNNEN

Jeder kennt die Prinzessin auf dem Kürbis, aber die Prinzessin auf dem Kürbis hab ich echt lange gesucht, denn das Buch war lange vergriffen. In diesem Buch geht es um einen Prinzen, der eine Prinzessin sucht, die etwas aushält. Dafür hat er sich auch eine ganze Reihe an „Prüfungen“ überlegt. Zuerst muss die Schlossmauer auf einer Leiter erklettert werden, dann wird dem Besuch nur Wasser und Brot vorgesetzt und schlussendlich wird der Gast in ein Zimmer geführt, wo eine Matratze am Boden liegt unter der sich ein richtig großer Kürbis befindet. Natürlich gibt es eine Prinzessin, die all das mit Bravour meistert und sogar fröhlich und ausgeschlafen am Frühstückstisch sitzt. Als der Prinz sie begeistert um ihre Hand bittet, meint sie allerdings, dass er doch recht unfreundlich ist und sie sich auch noch nicht so gut kennen. Da muss der Prinz ihr dann erstmal zeigen, wie er ist und warum sie ihn vielleicht doch heiraten könnte.
Ein sehr nettes Buch, das weit mehr ist, als ein Gegenentwurf zur Prinzessin auf der Erbse.

Der geheimnisvolle Ritter Namenlos. Cornelia Funke, Kerstin Meyer. Verlag: Fischer Sauerländer, Schatzinsel.

König Wilfried hat drei Söhne, die er alle in guter alter Tradition erzieht: Reiten, Kämpfen und Befehlen. Dann bekommt er eine Tochter, bei deren Geburt die Mutter stirbt. Da ihn niemand eines Besseren belehrt, erzieht er seine Tochter genau wie seine Söhne. Für Violetta ist das nicht gerade einfach, weil sie kleiner und jünger ist und ihre Brüder sich über sie lustig machen, doch sie ist ehrgeizig und übt fleißig. Als ihr Vater sie an ihrem 16ten Geburtstag mit dem Gewinner des Turniers verheiraten will, hat Violetta eine Idee.
Ein kleines Büchlein, das unscheinbar wirkt, aber dazu einlädt, geschlechterstereotype Erziehung zu überdenken und ein Plädoyer zur Selbstbestimmung ist.

Prinzessinnen. Philippe Lechermeier, Rébecca Dautremer. Verlag: cbj, Verlagsgruppe Random House GmbH

Dieses Buch besticht mit wunderschönen Bildern und herrlich fantasievollen Texten. In dem Buch werden unterschiedlichste Prinzessinnen vorgestellt, allesamt Persönlichkeiten, von denen man noch nicht viel gehört hat. Prinzessin Amnesie, Prinzessin Larifari oder Prinzessin Hasardie. Das ist kein Buch, das man von vorne bis hinten durchliest, aber man blättert immer wieder drinnen, weil es einfach so schön und herrlich fantasieanregend ist und eine Vielfalt aufzeigt, wo viele andere Prinzessinnenbücher im Stereotyp hängen bleiben. Außerdem wir das internationale Fächeralphabet vorgestellt, ein Überblick über die verschiedenen Schlösser geboten und ein Test gibt Auskunft, was für eine Prinzessin in euch schlummert.

Was sind denn die Lieblingsbücher eurer Kinder?

Wir lesen gern, darum stellen wir euch hier im kinderinfo-Blog immer wieder Kinderbücher vor. Die meisten dieser Bücher könnt ihr euch bei uns in der wienXtra-kinderinfo anschauen.

® BarbaraMair

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt, Verlag: Jungbrunnen, Fischer Sauerländer und cbj, Barbara Mair

2 comments on “Prinzessin einmal anders

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