Der Wiener Reparaturbon

Die vergangenen Monate haben mich reparaturmäßig ganz schön gefordert. Ein Wasserschaden hat sich so ausgebreitet, dass die halbe Wohnung davon betroffen war. Drei Trockengeräte liefen während dem Lockdown im Frühjahr auf Hochtouren und im Sommer wurde der Estrich erneuert. Na ja, manchmal ist so ein Schaden auch ein kleiner Glücksfall, schließlich war eine Badezimmerrenovierung schon überfällig. Besonders die Badewanne sah schon recht mitgenommen aus. 

So eine Renovierung ist ein herrliches Projekt

Fließen, Vinyl, Kalkputz oder Sichtbeton, die Möglichkeiten sind schier unglaublich. Ich hab mir so viel angeschaut, dass ich das Gefühl bekam, Wien noch mal von einer anderen Seite kennen zu lernen. Und natürlich wollte ich auch beim Renovieren auf Nachhaltigkeit achten. Am einfachsten war diesbezüglich die Entscheidung bei der Badewanne.

Meine Badewanne ist ein massives ehrwürdiges Teil aus Stahl mit einer dicken Emaille-Schicht. Langlebig, robust und wirklich schwer. Bis auf 3 kleine Emaille-Absplitterungen und einen Schatten am Boden war sie noch ganz passabel. Daher lag es nahe, das gute Stück nicht auszutauschen sondern es reparieren und neu beschichten zu lassen. Dafür gibt es in Wien mehrere Möglichkeiten.

Wiener Reparaturbon – damit spart man gleich doppelt

Ich hab vorher noch nichts vom Wiener Reparaturbon gehört, aber ein freundlicher Mitarbeiter einer Beschichtungsfirma wies mich darauf hin. Damit können Reparaturen aller Art mit bis zu 100,- Euro gefördert werden. Gleich nach dem Telefonat hab ich mich auf die Suche gemacht und mir den Reparaturbon besorgt. Auf der Website hab ich dann gesehen, dass auch mein Fahrradreparatur-Geschäft den Bon annimmt. 

„Wien repariert’s – Der Wiener Reparaturbon“ ist ein Förderprogramm der Stadt Wien um nachhaltigen Konsum zu fördern. Durch die finanzielle Förderung wird Ressourcenschonendes Reparieren gegenüber dem Neukauf von Produkten attraktiver.

(c) Brigitte Vogt

Wie funktioniert es

  • Die beauftragte Firma muss als Reparaturbetrieb Mitgliedschaft im Reparaturnetzwerk sein, um den Wiener Reparaturbon verrechnen zu können. 
  • Ihr braucht ein Stadt Wien Konto. Ich hatte keines, aber es ist einfach und schnell angelegt.
  • Dann könnt ihr den Reparaturbon anfordern und gleich ausdrucken. Achtung, auf dem Bon steht ein Ablaufdatum in ca. zwei Wochen. Daher druckt es besser erst aus, wenn ihr den Termin mit der Firma fixiert hat. 
  • Der Bon wird direkt mit der Firma verrechnet, das bedeutet, dass ihr gleich weniger bezahlen müsst und nicht erst auf eine Rückerstattung wartet.
  • 2021 sind zwei Zeiträume für die Nutzung des Reparaturbons geplant: März bis 30. Juni und September bis 12. Dezember .

Also falls bei euch Reparaturen anstehen, lohnt es sich, da genauer hinzusehen. Vielleicht könnt ihr ja auch einen Reparaturbon einlösen. Meine Kolleg_innen haben da schon gute Erfahrungen mit Handy oder Pc-Reparaturen gemacht.

Nachhaltig leben bringt’s! Nicht nur für die Zukunft sondern es tut schon heute gut. Egal ob mit Recycling-Toilettenpapier, Ecosia, Bokaschi– oder Wurmkiste. Manche Dinge sind so einfach und geben dir das herrliche Gefühl, etwas tun zu können. Selbstwirksamkeit ist der Schlüssel zum tätig werden aus Überzeugung anstatt im “Ich allein kann da nie was dran ändern” zu versinken. Vielleicht wollt ihr es ja etwas ausprobieren? Unter Teilen-Tauschen-Mehrfach nutzten haben wir verschiedenste Ideen gesammelt: Von Zero Waste für Faule bis zu nachhaltigen Weihnachtsgeschenken.

Ihr habt noch mehr Tipps, die wir aufgreifen sollen? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar.

BriG
Fotos ©Wiener Reparaturbon, Brigitte Vogt

2 comments on “Der Wiener Reparaturbon

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