Unterwegs im Maurer Wald

Während dem Lockdown im Frühling habe ich etwas gesucht, das nah genug, groß genug und nicht überlaufen ist. Sicher waren viele am Cobenzl und im Wienerwald unterwegs, auch die Steinhofgründe waren schon in den Medien gewesen und am Laaerberg hatte ich die Massen selbst erlebt. Dann fiel mir eine missglückte Wanderung mit meiner Schwester im Maurer Wald ein, bei der wir uns Stunden um Stunden verlaufen hatten. Und damit hatte ich unser Lockdownrefugium gefunden.

Wir starten bei der Wotrubakirche am Georgenberg

Dort zu starten hat mehrere Vorteile. Einerseits habe ich dort immer einen Parkplatz gefunden, außerdem ist die Kirche gut angeschrieben und daher gestaltet sich nicht nur die Hinfahrt einfach, sondern sie ist auch hilfreich als Orientierungspunkt weil sie im Maurer Wald gut beschildert ist. Öffentlich kommt man übrigens mit dem 60A am besten hin.

Die Wotruba-Kirche hab ich immer gern gehabt. Sie liegt auf einer Kuppel und bietet einen schönen Blick über den westlichen Teil von Wien. Den kühlen klaren Charme der Betonblöcke, unterbrochen von Fenstern, finde ich äußerst reizvoll. Als die Kinder noch klein waren, haben wir zu Hause oft ähnliche Gebäude nachgebaut. Ein anregender Bau, der die Fantasie kleiner Architekt_innen anregt, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet, wenn ihr dort spazieren geht.

Wir sind meistens direkt der Straße gefolgt und unterhalb der Kirche gerade aus in den Wald hinein gegangen. Da ist ein Pfad, der sich durch dichten Wald schlängelt. Immer wieder kreuzt man den großen Schotterweg, doch wir fanden es viel reizvoller, den kleinen Wegen zu folgen. Auch wenn wir dann ein bisschen herumirren, nicht immer genau wissen, wo wir sind, so haben wir bisher immer zurück gefunden. Na ja, dieses Herumirren war der Situation um uns herum ja nicht unähnlich. Dass es immer Lösungen gab, wir immer wieder irgendwo hin kamen, wo es Bekanntes, Vertrautes gab und damit eine Orientierungsmöglichkeit, hat sicher irgendwo drinnen die Hoffnung gestärkt, dass alles gut ausgeht.

Was ich am Maurer Wald so gerne mag

Also diese kleinen Wege mag ich wirklich sehr. Im Frühling haben wir dort auch kaum jemanden angetroffen. Allerding war Ende November schon mehr los. Dass es im Wald versteckt immer wieder Hütten aus Ästen, Balancierenbäume oder Beeren zu entdecken gibt, ist schon sehr nett. Aber mit Sterngarten, Planetenwanderweg und Pappelteich hat der Maurer Wald noch viel mehr zu bieten.

Sterne und Planeten

Ganz in der Nähe der Wotrubakirche findet ihr den Sterngarten Georgenberg. Dazu geht ihr einfach hinter der Kirche einen kleinen Pfad hinein. Der Sterngarten liegt noch auf der Anhöhe und sieht nicht so besonders schön aus. Aber in einer klaren Nacht kann man sich hier den Sternenhimmel mit Hilfsmitteln erschließen. Dazu passend ist der Planetenwanderweg, der sich an der Mauer zum Lainzer Tiergarten befindet auf den wir auch ab und zu gestoßen sind. Das ist zwar eine etwas längere Wanderung, aber wenn ihr Zeit habt, ist das auch eine gute Möglichkeit.

Spielplätze und Pappelteich

Bestimmt habt ihr schon vom Pappelteich gehört. Wenn ihr von der Kirche kommend, am Sternegarten vorbei und am Waldrand den Hügel hinunter geht, dann stoßt ihr auf einen eingezäunten Spielplatz. In der daran anschließenden großen Wiese sind noch ein Klettergerüst und Fußballtore. Wenn ihr dem Weg folgt, dann kommt ihr in 5 Minuten zu einem kleinen betonierten Teich, dem Pappelteich. Das ist ein kleines aber wirklich schönes Biotop. Im Sommer schwirren Libellen herum, Wasserschnecken und Wasserläufer tummeln sich im Wasser. Auch Schlangen und Blutegel haben wir schon dort entdeckt. Direkt beim Teich sind auch Spielgeräte, sodass ihr dort gut ein bisschen verweilen könnt. Ein weiterer kleiner Spielplatz ist mitten im Wald beim Gasthaus Schießstätte.

Ihr seid neugierig geworden? Spielplätze und noch mehr Plätze zum Wohlfühlen findet ihr auch auf den Info-Listen Ins Grüne und Spielplatz-Tipps im Downloadcenter der Kinderinfo.

BriG
Fotos (c) Brigitte Vogt

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